Mehrheit in Island trotz Stimmenverlusten
publiziert: Sonntag, 11. Mai 2003 / 22:03 Uhr

Reykjavik - Bei der Parlamentswahl in Island hat die von Regierungschef David Oddsson geführte Mitte-Rechts-Koalition ihre Mehrheit knapp verteidigt. Laut amtlichem Endergebnis stellt Oddssons Unabhängigkeitspartei künftig 22 Abgeordnete.

Der isländische Ministerpräsident Davíd Oddsson.
Der isländische Ministerpräsident Davíd Oddsson.
Allerdings erlitt sie starke Stimmenverluste und kam nur noch auf 33,7 gegenüber bisher 40,7 Prozent. Die Fortschrittspartei als bisheriger Juniorpartner hielt ihre 12 Sitze. Zusammen würden beide Parteien nur noch über eine Mehrheit von 5 statt bislang 13 Sitzen verfügen. Die Wahlbeteiligung lag bei 87,7 Prozent.

Oddsson zeigte sich im isländischen Fernsehen enttäuscht über die Stimmverluste, sah jedoch auch, dass seine Regierung erneut über eine Mehrheit verfüge. Seine Unabhängigkeitspartei stellt im 63-köpfigen Parlament künftig 4 Abgeordnete weniger als bisher.

Oddsson kündigte an, dass er bei der nächsten Wahl wahrscheinlich nicht mehr antreten werde. Er steht als derzeit dienstältester amtierender Ministerpräsident Europas seit zwölf Jahren an der Regierungsspitze.

Oddssons politische Karriere hängt jedoch vom Verhalten der Fortschrittspartei ab, die sich in der Koalitionsfrage zunächst nicht festlegen wollte. Ihr Chef, Aussenminister Halldor Asgrimsson, liess offen, ob er erneut mit den Konservativen zusammengehen werde.

Diese gewannen unter Führung der Ex-Bürgermeisterin von Reykjavik, Ingibjorg Solrun Gisladottir, 3 Sitze dazu und verfügen nun über 20 Sitze. Gisladottir war als aussichtsreichste Gegenkandidatin zu Oddsson gehandelt worden, verfehlte in ihrem Wahlkreis jedoch den Einzug ins Parlament.

Auch ohne Abgeordnetenstatus könne die charismatische Politikerin nach isländischen Recht Ministerpräsidentin werden, sagten politische Beobachter. Asgrimsson habe nun die Wahl zwischen dem heimlichen Verlierer Oddsson und der Gewinnerin Gisladottir.

(bert/sda)

.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Der erste Wahlgang soll annuliert werden.
Der erste Wahlgang soll annuliert werden.
Untersuchungskommission empfiehlt Neuwahlen  Port-au-Prince - Angesichts Haitis anhaltender Wahlkrise hat eine unabhängige Untersuchungskommission Neuwahlen für das Präsidentenamt empfohlen. Der Leiter der Kommission, François Benoit, riet am Montag zur Annullierung des ersten Wahlgangs der Präsidentenwahl. mehr lesen 
Befürworter holen auf  London - Die Gegner eines Verbleibs Grossbritanniens in der EU holen einer neue Umfrage zufolge auf. In einer am Montag vorab verbreiteten ... mehr lesen  
Noch 51 Prozent befürworten einen Verbleib in der EU.
US-Wahlen  Washington - Der US-Republikaner Marco Rubio will nicht als Vize-Präsidentschaftskandidat unter Donald Trump antreten. «Ich wäre nicht die richtige Wahl für ihn», sagte Rubio dem ... mehr lesen  
Mit 55,8 Prozent der Stimmen  Orlando - Im US-Wahlkampf hat die libertäre Partei den ehemaligen Gouverneur Gary Johnson zu ihrem Kandidaten für die Präsidentschaftswahl gekürt. Der 63-Jährige erhielt beim Parteitag am ... mehr lesen
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 5°C 22°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Basel 7°C 24°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen 7°C 19°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern 4°C 21°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Luzern 6°C 22°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Genf 8°C 22°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
Lugano 9°C 22°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten