Mehrheit will keine altersabhängigen Prämien
publiziert: Donnerstag, 29. Sep 2005 / 15:03 Uhr / aktualisiert: Freitag, 30. Sep 2005 / 15:25 Uhr

Zürich - 68 Prozent der stimmberechtigten Schweizerinnen und Schweizer wollen nichts wissen von altersabhängigen Krankenkassenprämien.

Eine grosse Mehrheit steht hinter dem Solidarsystem der Krankenkassen: Alte sollen nicht mehr zahlen.
Eine grosse Mehrheit steht hinter dem Solidarsystem der Krankenkassen: Alte sollen nicht mehr zahlen.
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Ein Bonussystem dagegen findet bei 72 Prozent Anklang, und die Idee einer Einheitskasse gewinnt leicht an Boden. Alte Menschen verursachen mehr Kosten im Gesundheitswesen, also sollen sie mehr bezahlen: Diese Forderung finden nur 26 Prozent der Personen gut, die im Rahmen der Erhebungen für Gesundheitsmonitor 2005 vom gfs.bern im Juli befragt worden sind.

Für 42 Prozent der Befragten sind die Krankenkassenprämien eine Belastung für die Haushaltkasse. Dieses Ergebnis ist laut Institutsleiter Claude Longchamp ein «symptomatisch neues Ergebnis»: In den vergangenen Jahren stieg dieser Anteil kontinuierlich und betrug letztes Jahr 52 Prozent.

Mehr Befürworter einer Einheitskasse

Um die Prämienlast zu mildern, könnten sich 72 Prozent ein Bonussystem vorstellen, welches sie belohnt, wenn sie keine Kassenleistungen beziehen. Fast gleich viele, 74 Prozent, waren schon letztes Jahr dieser Meinung. Einen Systemwechsel zur Einheitskasse befürworten 56 Prozent (Vorjahr 52).

53 Prozent und damit 10 Prozent weniger als letztes Jahr sind bereit, als Beitrag zum Sparen Medikamente für Bagatellerkrankungen - Nasentropfen, Hustensirup und dergleichen - aus dem eigenen Sack zu zahlen. Der Rückgang unterstreicht eine Anspruchs-Haltung, die Longchamp festgestellt hat: Wer hohe Prämien zahlt, will auch etwas fürs Geld.

Alternativmedizin Privatsache

Dass die Alternativmedizin von der Grundversicherung abgedeckt wird, lehnt seit Jahren eine praktisch konstante Mehrheit ab. 51 Prozent (50) möchten sie in der Zusatzversicherung sehen, 8 Prozent (11) wären dafür, sie ganz aus dem Leistungskatalog zu streichen. 32 Prozent (29) hätten sie gern in der Grundversicherung.

Für die jährliche Erhebung fragt das gfs.bern im Auftrag der Interpharma jeweils Stimmberechtigte in allen Landesteilen nach ihrer Meinung zum Gesundheitswesen. Dieses Jahr waren es 1229 Personen, die im Sommer befragt wurden.

(fest/sda)

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