
Bern - Der Nationalrat hat dem Herzstück des geänderten Raumplanungsgesetzes zugestimmt: Wenn eine Parzelle bei einer Neueinzonung in Bauland an Wert gewinnt, wird neu eine Mehrwertabgabe von mindestens 20 Prozent fällig. Der Nationalrat räumt damit eine gewichtige Differenz zum Ständerat aus dem Weg.
Der Weg zu diesem Kernstück dieser Teilrevision des Raumplanungsgesetzes war lang. Der Bundesrat sah ursprünglich einen angemessenen Ausgleich für Vor- und Nachteile vor. Der Ständerat verschärfte den Vorschlag und fügte bei seiner Erstberatung eine Abgabe von mindestens 25 Prozent auf dem Wertzuwachs hinzu.
Der Nationalrat wiederum kippte die Idee einer Mehrwertabgabe während seiner Erstberatung. Der Ständerat fügte sie bei der Zweitberatung der Teilrevision wieder ein, beschränkte sie aber auf 20 Prozent. Ein Vorschlag, den die Kantonalen Bau-, Planungs- und Umweltdirektorenkonferenz einstimmig befürwortet hatte.
Mit der deutlichen Annahme dieses Schicksalsartikels im indirekten Gegenvorschlag zur Landschaftsinitiative, steigen die Chancen, dass diese zurückgezogen wird.
Richtpläne regeln
Die Initiative «Raum für Mensch und Natur» fordert ein Ende der Zersiedelung und Zerstörung von Kulturland. Sie will unter anderem ein 20-jähriges Moratorium für neue Bauzonen.
Die Anliegen der Initianten sollen mit dieser Teilrevision des Raumplanungsgesetzes umgesetzt werden. Ziel ist es, das Kulturland besser zu schützen. Im Vordergrund steht die Verdichtung der Siedlungsgebiete. Die Instrumente sind der Mehrwertausgleich und die kantonalen Richtpläne, die neu gewisse Mindeststandards einhalten sollen.
Alt Bundesrat Moritz Leuenberger hatte ursprünglich der Initiative eine Totalrevision des Raumplanungsgesetzes gegenüberstellen wollen. In der Vernehmlassung stiess er aber auf so starken Widerstand, dass er die Vorlage nun auf die Fragen abspeckte, die auch von der Initiative aufgegriffen werden.
Rückzug der Landschaftsinitiative
Kommt die Teilrevision des Raumplanungsgesetzes in der Schlussabstimmung durch, wird die Landschaftsinitiative zurückgezogen. Dies sagte Otto Sieber, Präsident des Vereins «Ja zur Landschaftsinitiative» der Nachrichtenagentur sda.
Die Initianten hätten zwei Bedingungen für einen Rückzug gestellt. Beide seien am Donnerstag vom Nationalrat - wie zuvor vom Ständerat - erfüllt worden. Dabei ging es um die Reduktion überdimensionierter Bauzonen und damit verbunden die Mehrwertabgabe.
(knob/sda)
- jorian aus Gretzenbach 1170
Pro EU Nein pro EU ist kein Kriterium, die Zensur ist ein Kriterium! gestern 20:00 - keinschaf aus Henau 1513
Sisyphos Die meisten Mannschaften fallen da schon weg, wenn Pro-EU für Sie ein ... gestern 18:06 - jorian aus Gretzenbach 1170
keinschaf Ich werde auch des öfteren zensuriert. Ich nehme mal an, dass die ... gestern 18:02 - keinschaf aus Henau 1513
Sehr geehrter Zensor Offenbar ist der Zensor in diesem Forum äusserst parteiisch, was auch ... gestern 17:50 - jorian aus Gretzenbach 1170
Dober wetscher marija Ich bin für eine offene Gesellschaft. Es gibt allerdings Menschen die ... gestern 17:49 - Kassandra aus Frauenfeld 729
Da läuft etwas ganz und gar daneben! Silvia Schenker schreibt: "Die Abschaffung des Botschaftsverfahrens ... gestern 17:33 - Kassandra aus Frauenfeld 729
Keiner will die Abfälle, jeder aber Strom! Heute in der NZZ: "Wenig Jubel löst hierzulande die langwierige Suche ... gestern 17:29 - Kassandra aus Frauenfeld 729
Genau Das kann ich voll unterschreiben: "Manchmal habe ich schon den ... gestern 17:20
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