Meinungsfreiheit in Religionsfragen
publiziert: Sonntag, 12. Feb 2006 / 10:13 Uhr

Bern - Zwei von drei Schweizerinnen und Schweizern sind für Meinungsfreiheit in religiösen Fragen. Dennoch finden es 60 Prozent der Bevölkerung einer Umfrage gemäss falsch, dass eine dänische Zeitung Karikaturen des Propheten Mohammed abgedruckt hat.

Die Schweizer finden die Karikaturen nicht angebracht.
Die Schweizer finden die Karikaturen nicht angebracht.
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66 Prozent der Befragten sprachen sich in einer im Auftrag des «SonntagsBlick» durchgeführten Umfrage für ein uneingeschränktes Recht auf freie Meinungsäusserung in religiösen Fragen aus, 29 Prozent dagegen.

Am höchsten war die Zustimmung unter den Reformierten (70 Prozent). Bei den Katholiken lag der Ja-Anteil bei 59 Prozent und bei den Muslimen bei 26 Prozent.

Die Publikation der Karikaturen in Dänemark fanden 60 Prozent aller Befragten für nicht angebracht; 30 Prozent hielten sie für richtig. Deutschschweizer, Frauen und Ältere kritisierten das Vorgehen der dänischen Zeitung «Jyllands-Posten» besonders häufig.

Keine Gefahr für das Land

Die in der Schweiz lebenden Muslime empfinden 24 Prozent der Befragten als Gefahr für das Land; 71 Prozent sind nicht dieser Ansicht.

Über die Hälfte (53 Prozent) sind jedoch der Auffassung, dass der Islam in der Bundsverfassung nicht die selbe Position haben darf wie die Landeskirchen. 37 Prozent würden dies hingegen befürworten.

40 Prozent der Befragten finden, radikale Islamisten seien eine Gefahr für den Weltfrieden, weitere 38 Prozent sind «eher» dieser Meinung.

Gut informiert

Dagegen sehen 6 Prozent der Befragten radikale Muslime gar nicht und weitere 13 Prozent «eher nicht» als Gefahr.

Jeder zweite Befragte (50 Prozent) fühlte sich nach eigenen Angaben gut über den Islam informiert.

Die Umfrage wurde vom 8. bis 10. Februar Meinungsforschungsinstitut Isopublic durchgeführt; befragt wurden 1013 Personen in der Deutsch- und der Westschweiz.

(rr/sda)

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