Menschen fliehen vor Lavaströmen des Merapi
publiziert: Dienstag, 6. Jun 2006 / 14:11 Uhr

Yogyakarta - Auf der Insel Java sind in den vergangenen Tagen mehrere tausend Menschen vor den Lavaströmen des Vulkans Merapi geflohen. Zuvor hatte sich ein Bergrücken aus Magma aufgelöst, der bislang grössere Lavaströme aufgehalten hatte.

Die West- und Südwesthänge werden von der Lava und heissen Gaswolken bedroht.
Die West- und Südwesthänge werden von der Lava und heissen Gaswolken bedroht.
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Damit würden nun die West- und Südwesthänge von der Lava und heissen Gaswolken bedroht, erklärte das Vulkanologische Institut in Yogyakarta. In den Notaufnahmelagern am Fusse des Vulkans hatten am Montagabend rund 3700 Menschen Zuflucht gefunden; seither sei die Zahl weiter gestiegen, hiess es.

Die internationale Hilfe nach dem schweren Erdbeben auf Java von Ende Mai läuft nach UNO-Angaben inzwischen auf Hochtouren. Die logistischen Engpässe seien überwunden, es gebe vermutlich kein Dorf mehr, das noch keine Hilfslieferungen erhalten habe, sagte der UNO- Hilfskoordinator für Indonesien, Bo Asplund.

Medizinische Versorgung

Es würden keine weiteren Feldlazarette mehr benötigt, dafür gebe es weiter Bedarf an medizinischer Versorgung. Die Hilfsleistungen würden sich bald darauf konzentrieren, Unterkünfte für die obdachlos gewordenen Menschen zu finden, sagte Asplund.

Durch das Erdbeben der Stärke 6,2 vom 27. Mai waren knapp 5800 Menschen ums Leben gekommen und 36 300 verletzt worden. Schätzungsweise 130 000 Häuser wurden zerstört oder beschädigt, Hunderttausende Menschen verloren ihr Zuhause. Die Regierung rechnet damit, dass der Wiederaufbau etwa ein Jahr dauern wird.

(bert/sda)

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