Menschenhandel nimmt zu
publiziert: Donnerstag, 31. Mrz 2005 / 21:57 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 31. Mrz 2005 / 23:10 Uhr

Genf - Der Handel mit Menschen in Europa hat nach einem Bericht internationaler Organisationen zugenommen.

Die Opfer würden vor allem als billige Arbeitskräfte und im Sexgewerbe eingesetzt.
Die Opfer würden vor allem als billige Arbeitskräfte und im Sexgewerbe eingesetzt.
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Die Opfer des Menschenhandels würden vor allem als billige Arbeitskräfte und im Sexgewerbe eingesetzt. Das Problem sei jedoch kaum sichtbar.

Der Menschenhandel habe sich tiefer in den Untergrund verschoben, heisst es in dem Bericht, der von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), dem UNO-Kinderhilfswerk UNICEF und dem UNO-Flüchltingshilfswerks (UNHCHR) veröffentlichten wurde.

Kriminelle, nicht Opfer

So sind beispielsweise die weiblichen Opfer nicht mehr nur in Bordellen, sondern auch in privaten Wohnungen und Clubs zu finden, sagte eine Vertreterin der OSZE in Genf. Betroffen seien vor allem Erwachsene und Kinder aus Südosteuropa.

Das Problem verschärfe sich zusätzlich dadurch, dass die Regierungen der westeuropäischen Staaten die Betroffenen nicht als Opfer, sondern als Kriminelle behandelten. Um den lukrativen Menschenhandel zu bekämpfen, müssten die westeuropäischen Staaten flexiblere Strategien anwenden.

7 bis 12 Milliarden US-Dollar

Der Handel mit Menschen sei eine der am weltweit verbreitetsten kriminellen Branchen, erklärte die UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, Mehr Khan Williams. Nach Expertenschätzungen liege der weltweiten Umsatz von Menschenhändlern jährlich zwischen sieben und zwölf Milliarden US-Dollar (14,4 Mrd. Schweizer Franken), sagte Williams.

Die meisten Opfer des Menschenhandels fliehen wegen Armut oder Arbeitslosigkeit aus ihren Heimatländern. Der Bericht deckt die Länder Albanien, Bosnien, Bulgarien, Kroatien, Mazedonien, Moldawien, Rumänien, Serbien und Montenegro sowie das von der UNO verwaltete Kosovo ab.

(bert/sda)

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