Ein Toter bei Protesten in Syrien
Menschenrechtler: Student bei Zusammenstössen in Damaskus getötet
publiziert: Montag, 11. Apr 2011 / 23:08 Uhr / aktualisiert: Montag, 11. Apr 2011 / 23:28 Uhr

Beirut - Syrische Sicherheitskräfte haben nach Angaben eines Menschenrechtsaktivisten am Montag auf demonstrierende Studenten in der Universität von Damaskus geschossen. Ein Student sei tödlich getroffen worden, sagte ein Menschenrechtsaktivist.

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Mehrere hundert Studenten hätten für mehr Freiheiten demonstriert, sagte der Leiter der syrischen Nationalen Organisation für Menschenrechte, Ammar Kurabi.

Nach blutigen Zusammenstössen riegelten syrische Streitkräfte laut Augenzeugenberichten die Hafenstadt Banias ab. Dort protestierten Tausende gegen das Vorgehen der Sicherheitskräfte. Vor der Stadt sollen auch Panzer in Stellung sein. Auch in der Stadt Daraa sollen Strassensperren errichtet worden sein.

Die Regierungstruppen seien am Morgen mit Lastwagen und Jeeps nach Banias eingerückt, hätten aber einige Stunden später wieder Stellung in den Aussenbezirken bezogen und würden alle Zufahrten in die Stadt kontrollieren, sagte ein Gewährsmann aus der Stadt in einem Telefonat mit der Nachrichtenagentur AP. Aus Sorge vor weiteren Kämpfen seien Schulen und Geschäfte geschlossen worden.

Protest gegen Sicherheitskräfte

Rund 2000 Menschen versammelten sich am Nachmittag in Banias zum Begräbnis von vier am Sonntag getöteten Demonstranten und protestierten gegen das Vorgehen der Sicherheitskräfte. «Tod ist besser als Erniedrigung», riefen sie in Sprechchören, bevor sich die Versammlung friedlich auflöste.

Ein Menschenrechtsaktivist gab zudem gegenüber der Nachrichtenagentur AFP an, die Stromversorgung in Banias sei unterbrochen. «Die Armee schiesst auch ab und zu, um die Demonstranten zu provozieren, aber keiner von ihnen hat zurückgeschossen», sagte er. Aus den Moscheen gebe es Aufrufe an die Armee, das Feuer einzustellen, sagte der anonym bleibende Aktivist.

Die Proteste gegen die Regierung von Präsident Baschar Assad haben vor mehr als drei Wochen begonnen und sich seitdem ständig ausgeweitet. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen wurden bisher mehr als 170 Menschen getötet.

(fest/sda)

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