Menschenrechtsverletzungen angeprangert
publiziert: Samstag, 25. Dez 2004 / 17:11 Uhr

Abidjan - Die UNO prangert Menschenrechtsverletzungen in der Elfenbeinküste an. In einem Untersuchungsbericht beschuldigt sie beide Seiten im Konflikt der Massenhinrichtungen und der Vergewaltigungen.

Auch von den Truppen von Laurent Gbagbo gehen Menschenrechtsverletzungen aus.
Auch von den Truppen von Laurent Gbagbo gehen Menschenrechtsverletzungen aus.
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Medien im westafrikanischen Staat zitierten aus dem unveröffenlichten Bericht. Demnach schreibt die UNO darin, dass es sowohl im von der Regierung von Präsident Laurent Gbagbo kontrollierten Süden als auch im von Rebellen kontrollierten Norden Menschenrechtsverletzungen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gebe.

Die UNO bezieht sich in ihrem Bericht auf die Zeit zwischen dem Beginn des Rebellenaufstandes am 19. September 2002 und dem 15. Oktober 2004. Die Weltorganisation beruft sich auf Ermittlungen und Zeugenaussagen.

In diesem Zeitraum habe es Massen- und aussergerichtliche Hinrichtungen gegeben sowie sexuelle Gewalt gegen Frauen und zahlreiche Verletzungen von Kinderrechten. Kinder seien von beiden Konfliktparteien als Soldaten rekrutiert worden. Auf beiden Seiten gebe es Milizen, die schwere Menschenrechtsverletzungen begangen hätten.

Als Beispiel nennt die UNO die Erschiessung des früheren Putschgenerals Robert Gueï am 19. September 2002 durch ein Kommando in Gendarmenkleidung. Gueï hatte 1999 gegen den Präsidenten Henri Konan Bedié geputscht.

Laut der UNO-Untersuchungskommission berichteten zahlreiche Augenzeugen auch von Gewalt gegen Menschen in ihren Häusern in der Wirtschaftsmetropole Abidjan während des Staatsstreichs im September 2002.

Die Untersuchungskommission berichtete von Massengräbern, die nach Massenhinrichtungen ausgehoben worden seien. Diese Gräber befänden sich vor allem in den von den Rebellen kontrollierten Städten Bouaké, Korhogo und Odienné, aber auch im südlichen Abidjan.

Der UNO zufolge töteten regierungstreue Soldaten im November 2002 bei Pélézi im Westen des Landes 120 ausländische Arbeiter von Kaffee- und Kakaoplantagen. Regierungskritische Journalisten würden in der Elfenbeinküste eingeschüchtert und bedroht.

Es bestehe eine enorme Abweichung zwischen den offiziellen Verlautbarungen der Regierung und den Praktiken, beklagt der UNO-Bericht.

(rr/sda)

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