Menschliches Immunsystem kommt alleine gegen SARS nicht an
publiziert: Freitag, 9. Mai 2003 / 11:53 Uhr / aktualisiert: Freitag, 9. Mai 2003 / 12:22 Uhr

London - Das SARS-Virus verändert sich gemäss einer Studie offenbar sehr viel weniger als angenommen. Dies könnte sich "als zweischneidiges Schwert herausstellen": Forscher haben ein klares Ziel, doch der stabile Zustand des Virus zeigt auch, wie fatal er offensichtlich ist.

AIDS schaltet das menschliche Immunsystem aus - SARS hingegen umgeht es einfach.
AIDS schaltet das menschliche Immunsystem aus - SARS hingegen umgeht es einfach.
Die Molekularbiologen Earl Brown und Jasan Tatro von der Universität Ottowa warnten in der neuen Ausgabe der britischen Fachzeitschrift "The Lancet" davor, dass SARS möglicherweise kein Einzelfall sei.

Einerseits sei es eine "gute Nachricht", dass der Virus sich nicht verändert, weil die Wissenschafter nun "ein klares Ziel" hätten und mit der Zeit vielleicht einen Impfstoff dagegen entwickeln könnten, sagte Brown der Nachrichtenagentur AFP. "Die schlechte Nachricht ist, dass wir vielleicht noch mehr davon bekommen."

Das menschliche Immunsystem kommt gemäss der Studie kaum gegen das Virus an, sodass sich das Virus nicht verändern muss - und deshalb auch kaum gutartiger werden dürfte.

Wissenschaftler in Singapur hatten den genetischen Fingerabdruck des Virus von Patienten aus verschiedenen Ländern verglichen und dabei festgestellt, dass die Genome des so genannten RNA-Virus untypischerweise weitgehend übereinstimmten.

IWF beruhigt

Derweil setzt der Internationale Währungsfonds (IWF) auf Beruhigungstaktik. SARS muss gemäss IWF nicht zwangsläufig grossen Schaden in der asiatischen Wirtschaft anrichten.

Wenn die Krankheit "schnell unter Kontrolle gebracht" werde, müssten ihre Auswirkungen auf die Volkswirtschaften in Asien zu bewältigen sein, sagte IWF-Sprecher Thomas Dawson am Donnerstag vor Journalisten in Washington.

Davon sei angesichts "der robusten Wirtschaft" in der Region auszugehen. Allerdings sei es schwierig, die Auswirkungen der neuartigen Lungenkrankheit einzuschätzen, weil ihr Ausmass und die Dauer der Epidemie "ungewiss" sei.

In der Ausbreitung der Krankheit scheine sich aber derzeit eine Stabilisierung abzuzeichnen, sagte der Sprecher - schliesslich gebe es Anzeichen dafür, dass sich weniger Menschen neu mit dem SARS-Virus ansteckten. In einigen asiatischen Ländern habe die Lungenkrankheit aber bereits zu "Beeinträchtigungen" geführt.

USA gibt Geld

Die USA wollen derweil Chinas Kampf gegen die Lungenkrankheit SARS mit 500 000 Dollar unterstützen. Die Summe gehe an die Rotkreuzgesellschaft in China, die damit Material wie Thermometer, Mundschutz und Schutzbrillen kaufen werde, sagte der Sprecher des Aussenministeriums, Richard Boucher, in Washington.

(bsk, Quelle: sda/afp/dpa)

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