Merkel: Annäherung zwischen Russland und dem Westen
publiziert: Donnerstag, 2. Okt 2008 / 19:36 Uhr

St.Petersburg - Russland und der Westen nähern sich nach Auffassung der deutschen Kanzlerin Angela Merkel wieder an - trotz unterschiedlicher Meinung zum Georgien-Konflikt.

Angela Merkel mahnte, dass Länder frei entscheiden sollten, ob sie der Nato beitreten wollten.
Angela Merkel mahnte, dass Länder frei entscheiden sollten, ob sie der Nato beitreten wollten.
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«Wir hatten Meinungsverschiedenheiten, und wir haben sie nach wie vor», sagte Merkel nach einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedew in St. Petersburg.

Mit Blick auf den in Gang gekommenen Friedensprozess in Georgien sagte Merkel aber auch, dass Russland und die EU sich wieder dem Punkt näherten, an dem die Beziehungen wieder normalisiert werden könnten.

Der russische Präsident Medwedew sagte, es sei die Pflicht der Politik, in Kontakt zu bleiben. Es liege in den Händen aller, die Meinungsverschiedenheiten zu überwinden. Die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland bezeichnete er «als ein Faktor der Stabilität für den gesamten euro-atlantischen Raum».

Territoriale Integrität angemahnt

Allerdings herrschte bei der 10. deutsch-russischen Regierungskonsultation nicht nur Sonnenschein. Merkel pochte nachdrücklich auf die territoriale Integrität Georgiens. Diese sei nicht verhandelbar.

Auch mahnte Merkel, dass Länder frei entscheiden sollten, ob sie der Nato beitreten wollten. Russland lehnt einen Nato-Beitritt von Georgien ab.

In der Beurteilung der internationalen Finanzmarktkrise stimmten Merkel und Medwedew im wesentlichen überein. Medwedew sagte, dass die Mechanismen zur Stabilisierung des Finanzsystems versagt hätten.

Stärkere Einbeziehung Russlands verlangt

Medwedew verlangte eine stärkere Einbeziehung seines Landes in die internationalen Konsultationsmechanismen. Merkel antwortete, auch ihr sei bewusst, dass ohne die Einbeziehung der Schwellenländer und auch Russlands viele Probleme nicht gelöst werden könnten.

Ungeachtet der Differenzen bekräftigten die zwei Staaten den Willen, ihre Wirtschaftsbeziehungen auszubauen. «Russland ist für uns ein sehr interessanter Markt», sagte Merkel. Deutschland biete gute Technologien und habe umgekehrt grosses Interesse an russischen Rohstoffen.

(fest/sda)

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