Merkel: Keine Kritik an Chiracs Atom-Drohung
publiziert: Montag, 23. Jan 2006 / 23:38 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 24. Jan 2006 / 07:21 Uhr

Versailles - Angela Merkel hat Verständnis für die Drohung von Jacques Chirac gezeigt, einen Terrorangriff auf sein Land auch mit dem Einsatz von Atomwaffen zu beantworten.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte Verständnis für die Drohung des französischen Präsidenten Jacques Chirac.
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte Verständnis für die Drohung des französischen Präsidenten Jacques Chirac.
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Die Äusserungen des französichen Präsidenten stünden im Einklang mit der bisherigen französischen Nuklearpolitik, sagte die deutsche Bundeskanzlerin nach einem zweistündigen Treffen mit Chirac in Versailles.

«In diesem Sinne glaube ich, dass es da überhaupt nichts zu kritisieren gibt. Das ist meine Haltung dazu.» Die Aufregung in Deutschland über die Rede des Präsidenten habe sie mit einer gewissen Verwunderung verfolgt, sagte die Kanzlerin.

Sie habe mit Chirac über dessen Äusserungen gesprochen und Verständnis dafür, dass Frankreich seine Nuklearstrategie der veränderten Bedrohungslage anpasse. Chirac verteidigte seine Haltung. Die Schwelle für den Einsatz der Nuklearstreitkräfte sei keineswegs gesenkt worden.

Jetzt diplomatische Mittel anwenden

Im Falle Irans gebe es eine «abgestimmte Vorgehensweise», sagte Merkel. Nächstes Ziel sei es, sich bei der Sondersitzung des Gouverneursrates der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) um «eine breite Mehrheit» zu bemühen.

Alle Beteiligten sollten ihrer Meinung nach «jetzt Schritt für Schritt die diplomatischen Mittel anwenden». Diese stünden auf der Tagesordnung, es sei aber falsch, jetzt «dem übernächsten Schritt schon vorzugreifen». Chirac betonte, er stimme Merkels Einschätzung «vorbehaltlos» zu.

Die beiden Spitzenpolitiker betonten vor den Medien, Deutschland und Frankreich wollten die Entwicklung der Europäischen Union in den Bereichen Arbeitsmarkt, Forschung und Zuwanderung massgeblich vorantreiben. Dem solle auch ein deutsch-französisches Ministertreffen Mitte März in Berlin dienen.

(smw/sda)

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