Merkel empfängt den Dalai Lama trotz Protesten Chinas
publiziert: Sonntag, 23. Sep 2007 / 18:59 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 23. Sep 2007 / 19:25 Uhr

Berlin - Ungeachtet der Kritik Chinas hat die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel den Dalai Lama empfangen. Sie begrüsste ihren Gast im Berliner Kanzleramt zu einem etwa einstündigen «privaten Gedankenaustausch».

Der Dalai Lama wurde das erste Mal offiziell im Bundeskanzleramt empfangen.
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Merkel sicherte dem geistigen Oberhaupt der Tibeter ihre Unterstützung bei seinen Bemühungen um die Wahrung der kulturellen Identität Tibets zu. Sie habe auch die Politik des gewaltlosen Strebens nach religiöser und kultureller Autonomie des Dalai Lamas gewürdigt, sagte ein Regierungssprecher nach dem Treffen.

Der Friedensnobelpreisträger von 1989, der im indischen Exil lebt, habe seinerseits Merkels Engagement für die Menschenrechte gelobt und über seinen Einsatz für seine tibetische Heimat berichtet. Er habe betont, er schliesse ein Streben nach Unabhängigkeit Tibets von der Volksrepublik China ausdrücklich aus, sagte der Sprecher.

Chinesen sauer

Es war der erste Empfang des Dalai Lama im deutschen Kanzleramt. Für das Treffen hatte Merkel massive Spannungen in den deutsch-chinesischen Beziehungen in Kauf genommen.

So sagte Peking einen für Sonntag in München geplanten zweitägigen deutsch-chinesischen «Rechtsstaatsdialog» ab. Als Begründung für die Absage wurden «technische Gründe» angegeben. Zuvor hatte das chinesische Aussenministerium gefordert, dem Dalai Lama die Einreise nach Deutschland zu verbieten.

(fest/sda)

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