Merkel pocht auf Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone
publiziert: Freitag, 24. Aug 2012 / 14:39 Uhr / aktualisiert: Freitag, 24. Aug 2012 / 17:43 Uhr
Angela Merkel möchte keinen Austritt von Griechenland aus der Euro-Zone.
Angela Merkel möchte keinen Austritt von Griechenland aus der Euro-Zone.

Berlin - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich klar gegen einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone ausgesprochen. Sie forderte aber auch, dass Athen den Worten Taten folgen lässt.

14 Meldungen im Zusammenhang
«Ich möchte, dass Griechenland Teil der Euro-Zone bleibt», sagte Merkel am Freitag in Berlin nach einem Treffen mit dem griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras. Der neue Athener Regierungschef sagte nach dem gut einstündigen Gespräch zu, sein Land werde die Verpflichtungen erfüllen: «Wir werden Ergebnisse erzielen.»

Der griechische Regierungschef war nach Berlin gereist, um bei seinem ersten Auslandsbesuch um mehr Zeit zu bitten, die Sparvorgaben für sein krisengeschütteltes Land umzusetzen. Anschliessend wollte Samaras nach Paris reisen, wo er an diesem Samstag bei Frankreichs Präsident François Hollande um Entgegenkommen werben will.

Marschroute beibehalten

Kommenden Mittwoch erwartet Merkel Italiens Ministerpräsidenten Mario Monti in Berlin. Merkel und Hollande hatten am Donnerstag ihre Marschroute abgestimmt und Athen gemeinsam aufgefordert, am Reformkurs festzuhalten.

Samaras hofft, dass sein Land das EU-Defizitziel von drei Prozent der Wirtschaftsleistung erst 2016 erfüllen muss - und damit zwei Jahre später als von den Geldgebern der «Troika» aus Internationalem Währungsfonds (IWF), Europäischer Zentralbank (EZB) sowie EU-Kommission vorgegeben.

Deutschland und Frankreich wollen erst den «Troika»-Bericht abwarten, bevor Entscheidungen über das weitere Vorgehen fallen. Der Bericht wird bis Ende September erwartet.

«Mehr Zeit zum Atmen»

Merkel sprach von sehr konkreten Schritten Athens und zeigte sich zutiefst davon überzeugt, «dass die neue Regierung unter der Führung von Ministerpräsident Samaras alles daran setzt, die Probleme auch zu lösen».

Dafür würden grosse Opfer verlangt, fünf Jahre Rezession seien eine schwierige Wegstrecke. Griechenland müsse aber die Zusagen umsetzen und Worten Taten folgen lassen. Und Athen könne zu Recht erwarten, dass Deutschland keine vorschnellen Urteile fälle und belastbare Grundlagen wie den «Troika»-Bericht abwarte.

Samaras zeigte sich überzeugt, dass der Bericht der «Troika» signalisieren werde, dass die neue Koalitionsregierung in Griechenland sehr bald zu Ergebnissen gelange. Nach den Worten des konservativen Regierungschefs verlangt Griechenland nicht mehr Geld, sondern «Zeit zum Atmen».

Wichtig sei mehr Wirtschaftswachstum. «Wir sind ein sehr stolzes Volk. Wir mögen nicht, von geliehenem Geld abhängig zu sein.» Griechenland benötige lediglich eines: Chancen für Wachstum.

(asu/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Berlin/Athen - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel reist am kommenden ... mehr lesen
Verlässt nächsten Dienstag ihren Schreibtisch für Gespräche in Griechenland. (Symbolbild)
Währung auf der Kippe.
Zürich - Für die Grossbank UBS rückt ein baldiges Ausscheiden von Hellas ... mehr lesen
Berlin - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Italiens Ministerpräsident Mario Monti für seinen Reformkurs zur Bekämpfung der Schuldenkrise den Rücken gestärkt. ... mehr lesen
Merkel und Monti zeigten sich entschlossen, die wirtschaftspolitische Integration in Europa weiter zu vertiefen und die Glaubwürdigkeit der Gemeinschaftswährung zurückzugewinnen.
Die Regierung in Athen konnte nach hartem Ringen eine Einigung finden.
Athen - Der massive Druck aus Europa zeigt Wirkung: Die griechische Regierungskoalition hat sich nach hartem Ringen im ... mehr lesen
Athen - Das neue griechische Sparpaket ist nach Regierungsangaben fertig. Der griechische Finanzminister Ioannis Stournaras verkündete nach einem Treffen mit dem ... mehr lesen
Griechische Staatsbedienstete müssen sich auf Lohnkürzungen einstellen.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Troika-Kontrolleure prüfen das Milliarden-Sparpaket.
Athen - Für Athen wird es ernst: Die Kontrollen der Geldgeber gehen auf die ... mehr lesen
Paris - Auch Frankreich erwartet von Griechenland spürbare ... mehr lesen
Präsident François Hollande machte Griechenland zunächst keine Hoffnung auf Lockerungen beim Sparpaket.
Athen - Schlechte Zeiten für abgabeunwillige und korrupte Politiker in Griechenland: Beamte des Justizministeriums prüfen im ... mehr lesen
Die Regierung unter Ministerpräsident Antonis Samaras (Bild) hat der Korruption den Kampf angesagt.
Antonis Samaras verlangt mehr Solidarität von der EU.
Berlin - Wenige Tage vor seinen geplanten Besuchen in Berlin und Paris hat ... mehr lesen
Athen - Das 11,5 Milliarden Euro schwere neue Sparprogramm Griechenlands soll nach Regierungsinformationen ... mehr lesen
Streitpunkte sind noch die Einsparungen, die die Schwächeren treffen.
Athen - Mit einem Bündel von noch härteren Sparmassnahmen will die Regierung in Athen Griechenland wieder auf Kurs bringen. Es geht um Einsparungen in Höhe von mehr als 11,5 Milliarden Euro für die kommenden zwei Jahre. Am härtesten treffen diese Massnahmen abermals die Rentner. mehr lesen  3
Ministerpräsident Antonis Samaras.
Athen - Die neue griechische Regierung von Ministerpräsident Antonis Samaras ... mehr lesen
Athen - Angesichts der Schuldenkrise hat der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras verstärkte Sparanstrengungen zugesichert. Dies kündigte er in einer Regierungserklärung vor dem Parlament in Athen am Freitag an. mehr lesen  1
Die EU-Kommission hatte den EU-Staaten als Anti-Dumping-Massnahme gegen Billigimporte von Solarmodulen Strafzölle gegen China vorgeschlagen.
Die EU-Kommission hatte den EU-Staaten als ...
Handelsstreit  Shanghai - Chinas Ministerpräsident Li Keqiang hat kurz vor seinem Deutschland-Besuch die EU im Streit über Billigimporte von Solarmodulen kritisiert. Strafzölle und Anti-Dumping-Ermittlungen würden «anderen schaden, ohne dass sie einem selbst nützten». 
Solarzellen: Vorwurf gegen die chinesische Konkurrenz.
EU prüft mögliche illegale Staatshilfen für Solarglas aus China Brüssel - Chinesische Hersteller von Solarglas profitieren laut EU-Kommission von umfangreichen Subventionen ...
EU erfreut  Belgrad/Brüssel - Slowenien hat eine Schuldenbremse in seiner Verfassung verankert. Von 2015 an soll ...  
Schuldenbremse gegen den Widerstand des Präsidenten.
Kommt die EU-Hilfe für Slowenien? London/Ljubljana - Slowenien gilt als nächster Kandidat für Hilfen der Euro-Partner. Nun muss das angeschlagene Land ... 1
Alenka Bratusek kritisiert das Vorgehen der Ratingagentur Moody's.
Titel Forum Teaser
  • jorian aus Gretzenbach 1186
    Dschihadisten Warum will der Westen Gotteskämpfer beliefern? Sind noch nicht genug ... gestern 07:06
  • jorian aus Gretzenbach 1186
    Schweden brennt! Schweden brennt! England brennt! Die Deutschen ... Fr, 24.05.13 14:51
  • zombie1969 aus Frauenfeld 1559
    In... anderen Ländern mit einer odentlichen Regierung und einer ... Do, 23.05.13 13:44
  • jorian aus Gretzenbach 1186
    EU/Parteien Ist eine Partei gegen die EU, bekommt sie keine Gelder mehr! Dies ... Mi, 22.05.13 17:53
  • jorian aus Gretzenbach 1186
    Israel/USA Israel hat Atombomben. (Friedlich) Die USA haben die Jihadisten in ... Mi, 22.05.13 03:44
  • zombie1969 aus Frauenfeld 1559
    Jeder... Angriff auf das friedliche Israel muss hart und nachhaltig beantwortet ... Mi, 22.05.13 01:15
  • jorian aus Gretzenbach 1186
    Luxemburg Warum wird nicht über Luxemburg ... Sa, 18.05.13 17:56
  • jorian aus Gretzenbach 1186
    Syrien Der Assad muss weg, damit die Islambrüder an die Macht kommen. So ... Fr, 17.05.13 08:11
Wettbewerb
   
Jetzt mitmachen und gewinnen.
eGadgets Tim Burtons FRANKENWEENIE basiert auf einem Live Action Kurzfilm des Regisseurs aus dem Jahre 1984, den er mit seiner berühmten schwarz-weiss Technik und seinem ... mehr lesen
Fitness für die Lachmuskeln ist garantiert.
Mitmachen und gewinnen  Freitag, 31. Mai und Samstag, 1. Juni. Das sind die Daten welche man sich unbedingt merken muss. Denn dann tritt Dieter Nuhr, einer der erfolgreichsten ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SA SO MO DI MI DO
Zürich 1°C 6°C bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Basel 1°C 6°C leicht bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
St.Gallen 2°C 7°C bewölkt, wenig Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Bern 3°C 10°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 4°C 10°C bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Genf 5°C 11°C bewölkt, Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 8°C 14°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten