Merkel reist zu Gesprächen nach Athen
Merkel reist zu politischen Gesprächen mit Samaras nach Athen
publiziert: Freitag, 5. Okt 2012 / 15:42 Uhr
Verlässt nächsten Dienstag ihren Schreibtisch für Gespräche in Griechenland. (Symbolbild)
Verlässt nächsten Dienstag ihren Schreibtisch für Gespräche in Griechenland. (Symbolbild)

Berlin/Athen - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel reist am kommenden Dienstag zu politischen Gesprächen nach Griechenland. In Athen wird die Kanzlerin mit Griechenlands Regierungschef Antonis Samaras zusammentreffen.

7 Meldungen im Zusammenhang
Dies kündigte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin an. «Es ist ein normaler Besuch», fügte er hinzu. Griechenland und Deutschland seien enge Freunde und Partner, da sei «es normal, dass man sich besucht». Merkel erwidere den Besuch von Samaras in Berlin im August.

Seibert sagte weiter, zentrales Thema des eintägigen Besuches werde die Lage Griechenlands in der Eurozone sein. Merkel werde die Botschaft nach Athen mitnehmen, dass Deutschland Griechenland helfen wolle, sich in der Eurozone zu stabilisieren.

Appell von Samaras

Samaras hatte zuvor in einem Gespräch mit dem deutschen «Handelsblatt» erklärt, dass es «sehr wichtig» wäre, dass Merkel Griechenland besuche. Sein Land wisse es «sehr zu schätzen», dass Deutschland und Europa «in dieser schwierigen Zeit helfen».

Er lobte vor diesem Hintergrund Merkel. Die Kanzlerin habe den «richtigen Ton gefunden, als sie jüngst sagte, dass ihr das Herz blutet», wenn sie die Schicksale der von Armut Betroffenen sehe.

Vergleich mit Weimarer Republik

Zugleich hatte Samaras im am Freitag veröffentlichten Gespräch vor den Folgen einer Verschärfung der Krise in seinem Land gewarnt. «Die griechische Demokratie steht vor ihrer vielleicht grössten Herausforderung», sagte er.

Samaras verglich die Situation mit der am Ende der Weimarer Republik in Deutschland. Die griechische Gesellschaft sei bedroht «durch etwas, das es in unserem Land noch nie zuvor gegeben hat: den Aufstieg einer rechtsextremistischen, man könnte auch sagen faschistischen, Neonazi-Partei».

Seit der Wahl vom 17. Juni ist die rechtsextremistische Partei Chryssi Avgi (Goldene Morgenröte) mit 18 Abgeordneten im Parlament vertreten. Samaras sagte, in Umfragen seien die Rechtsextremen bereits die «drittstärkste politische Kraft in Griechenland, Tendenz wachsend».

Erhalte sein Land nicht bald die nächste Tranche an Hilfsgeldern, werde die Staatskasse Ende November leer sein. Ein Austritt aus der Eurozone sei dabei «keine Option für Griechenland - es wäre eine Katastrophe». Das Geld für die laufenden Ausgaben des Staates reiche noch bis Ende November, betonte Samaras. «Dann ist die Kasse leer.»

(knob/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Athen - Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel hat bei ihrem Besuch in Athen die Fortschritte Griechenlands bei der Bekämpfung ... mehr lesen 1
Angela Merkel schlägt in Athen hoffnungsvolle Töne an.
Berlin/Athen - Der Griechenland-Besuch der deutschen Kanzlerin Angela Merkel am Dienstag ist nach Angaben der ... mehr lesen
Der zentrale Syntagma-Platz vor dem griechischen Parlament wird für den Verkehr gesperrt.
EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen. (Archivbild)
Athen/Helsinki - Griechenland wird sich laut Regierungskreisen bis zum Treffen ... mehr lesen 1
München/Berlin - Angesichts der Schuldenkrise haben Spitzenpolitiker am Tag der Deutschen Einheit ein noch engeres ... mehr lesen
München war dieses Jahr Gastgeber für die Einheitsfeier.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Präsident François Hollande machte Griechenland zunächst keine Hoffnung auf Lockerungen beim Sparpaket.
Paris - Auch Frankreich erwartet von Griechenland spürbare Anstrengungen im Kampf gegen die Krise des Landes. Athen müsse die «Glaubwürdigkeit» seiner Reformanstrengungen ... mehr lesen
Berlin - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich klar gegen einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone ... mehr lesen
Angela Merkel möchte keinen Austritt von Griechenland aus der Euro-Zone.
EU-Kommission reagiert zurückhaltend auf Tsipras Bedingungen.
EU-Kommission reagiert zurückhaltend auf ...
Keine schnelle Einigung  Washington - Die EU-Kommission reagiert zurückhaltend auf die jüngsten Sparzusagen des griechischen Premiers Alexis Tsipras. «Wir sind in einer neuen Lage», sagte Vizekommissionschef Valdis Dombrovskis am Mittwoch mit Blick auf das in der Nacht ausgelaufene Kreditprogramm. 
Banken in Griechenland öffnen für Rentner Washington - Die Banken in Griechenland haben am Mittwoch für Rentner geöffnet. ...
Euro-Finanzminister wollen kein weiteres Geld geben Athen - Die Euro-Finanzminister haben die Bitte Griechenlands um ...
Krise um Griechenland  Luxemburg - Luxemburg hat am Mittwoch für ein halbes Jahr die EU-Ratspräsidentschaft übernommen. Die Krise um Griechenland, die britische Forderung nach Reformen und die umstrittene Verteilung von Flüchtlingen innerhalb der EU gehören zu den grössten Herausforderungen.  
Der SMI gab 1,5 Prozent nach.
Griechenland-Krise belastet den Schweizer Aktienmarkt Zürich - Der Schweizer Aktienmarkt hat zum Wochenstart unter dem Eindruck der Schuldenkrise in Griechenland deutlich ...
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3129
    Es... heisst immer wieder, dass der Terror in Nahost aufhören würde, wenn ... heute 15:28
  • Kassandra aus Frauenfeld 1377
    Oder die Afrikaner übernehmen nach und nach unsere Banken und retten Afrika. Heute hat der ... heute 13:02
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3129
    Genau... wie erwartet will den Donbass dem Grunde nach niemand mehr, weil er ein ... heute 12:41
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3129
    Afrikas Bevölkerung wird sich verdoppeln Es ist ja nett, diese emotionalen Szenen aus Afrika zu publizieren, ... heute 11:40
  • Kassandra aus Frauenfeld 1377
    Feld für Rechstradikale Jetzt können Sie hetzen, zombie und sich erst noch ein besorgtes ... heute 00:34
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3129
    Europa als nächstes Schlachtfeld! Man weiss längst welche Routen IS-Schläfer benutzen, um nach Westeuropa ... gestern 07:49
  • thomy aus Bern 4248
    Liebe/r zombie1969 Ich denke, es ist weitgehend leider so, wie Sie dies schildern! Es kann ... Mo, 29.06.15 19:16
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3129
    Daesh nur Mittel zum Zweck! Man sollte die Lage topologisch, nicht topografisch denken. Es geht um ... Mo, 29.06.15 13:35
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich 19°C 26°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Basel 13°C 29°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
St.Gallen 18°C 29°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Bern 15°C 32°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Luzern 18°C 32°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Genf 17°C 34°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Lugano 23°C 30°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten