Für europäische «Stabilitätsunion» plädiert
Merkel verteidigt Euro-Rettung
publiziert: Mittwoch, 26. Okt 2011 / 14:16 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 26. Okt 2011 / 15:49 Uhr
Bundeskanzlerin Angela Merkel: «Scheitert der Euro, scheitert Europa».
Bundeskanzlerin Angela Merkel: «Scheitert der Euro, scheitert Europa».

Berlin - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Anstrengungen zur Rettung der europäischen Währung nachdrücklich verteidigt. Im Bundestag forderte sie, Europa müsse eine «Stabilitätsunion» werden.

8 Meldungen im Zusammenhang
Wenige Stunden vor einem Treffen der Staats- und Regierungschefs der EU in Brüssel bekannte sich Merkel zum Hebel beim Euro-Rettungsfonds EFSF. Sie räumte ein, dass damit ein zusätzliches Risiko für Deutschland verbunden sei.

Sie unterstrich aber, dass es nicht vertretbar wäre, dieses Risiko nicht einzugehen. «Scheitert der Euro, scheitert Europa», betonte die Kanzlerin erneut in einer Regierungserklärung. «Das darf nicht passieren.»

Kein Einbezug der EZB

Merkel versicherte im Bundestag, sie werde sich für tragfähige Lösungen einsetzen. Deutschland bestehe darauf, dass sich sein Anteil am EFSF nicht erhöhen werde: «Dabei bleibt es.» Auch komme eine Einbeziehung der Europäischen Zentralbank nicht infrage.

Wenn die endgültigen Leitlinien zum ESFS vorlägen, werde im Deutschen Bundestag darüber noch einmal beraten, versicherte die Kanzlerin. Auch bei späteren Auszahlungen an Krisenländer müsse die Zustimmung Deutschlands eingeholt werden.

Schuldenerlass reicht nicht

Die Ursachen der gegenwärtigen schweren Krise lägen weit zurück, hob Merkel hervor. Jetzt habe die EU mit dem «jahrelangen Reformstau» zu kämpfen. Dieses Problem könne «nicht über Nacht» gelöst werden. Für die Zukunft müsse es eine grössere Verantwortung der einzelnen Länder geben.

Merkel erkannte die Bemühungen der Krisen-Länder und insbesondere Griechenlands an. Die Menschen dort hätten viel zu bewältigen: «Sie verdienen unseren Respekt.» Griechenland stehe aber «erst am Anfang eines langen und schweren Weges».

Strukturreformen erwünscht

Die Beschlüsse der EU vom Juli seien nicht mehr tragfähig. Der private Sektor müsse sich in sehr viel grösserem Umfang an der Griechenland-Lösung beteiligen. Ein Schuldenerlass allein reiche aber nicht aus.

Strukturreformen müssten hinzu kommen: «Hilfen kann es nur geben, wenn der Empfänger Eigenverantwortung übernimmt.» Wünschenswert sei eine permanente Überwachung in Griechenland. Auch die Oppositionsfraktionen SPD und Grünen stehen hinter der Verhandlungsposition Merkels für den EU-Gipfel.

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
1
Forum
Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Frankfurt - Inmitten der eskalierenden Euro-Krise ist der Rat der Europäischen Zentralbank am Donnerstagmorgen zu seiner mit Spannung erwarteten Zinssitzung ... mehr lesen 4
Die Europäischen Zentralbank will alles dafür tun, dass der Euro erhalten bleibt.
Politiker in die Schranken verwiesen: Das Bundesverfassungsgericht.
Karlsruhe/Berlin - Das deutsche Verfassungsgericht hat die Rechte des Parlaments erneut gestärkt. Anlass ... mehr lesen
Bern - Vor zehn Jahren, am 1. Januar 2002, ist der Euro in zwölf Staaten zur offiziellen Währung geworden. Doch am Jubiläum ist ... mehr lesen
Die gegenwärtige Situation in der Währungsunion gibt kaum Anlass zum Feiern.
EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy und Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey in Zürich.
Brüssel/Zürich - Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey hat sich am Mittwochabend in Zürich mit EU-Ratspräsident Hermann Van Rompuy zu einem Arbeitsgespräch ... mehr lesen 1
Europa - Wie weiter? Die Frage, die seit Beginn der Finanzkrise tagtäglich durch die Weltpresse jagt und in den letzten Wochen durch zahlreiche Krisengipfel intensiviert wurde, ist gewiss schwer zu beantworten. ... mehr lesen 3
Jean-Claude Juncker: «Die Demokratie hat keine Zeit, die Finanzmärkte nehmen sich keine Zeit.»
Weitere Artikel im Zusammenhang
Bundeskanzlerin Merkel besucht den Euro-Gipfel am Abend mit Rückendeckung des Parlaments.
Berlin - Der deutsche Bundestag hat am Mittwoch grünes Licht für eine ... mehr lesen 48
Brüssel - Die EU-Kommission ist zuversichtlich für das zweite Hilfspaket für das hoch verschuldete Griechenland. «Wir sind ... mehr lesen
Griechenland droht die Staatspleite, eine Variante, die Deutschland und Frankreich nicht mehr ausschliessen.
Beim EU-Gipfel müsse besprochen werden, wie die Koordination in der Euro-Gruppe in Zukunft gestaltet werde.
Brüssel - Alle Entscheide für eine Lösung der Schuldenkrise wollen die Euro- und EU-Staats- und Regierungschefs am Mittwoch fällen. Am Sonntag gingen die Beratungen nach dem ... mehr lesen
Mit offenen Augen und leerem Hirn
rennen die Euro Kitter auf eine absehbare Katastrophe zu.

Der Rettungsschirm wird auf 1 Billion gehebelt mit den selben Instrumenten die schon 2008 zur Katastrophe geführt haben.
Wer diese "Versicherungen" überhaupt kaufen will ist auch fraglich.

Hier wird bewusst eine unglaublich grosse Finanzblase aufgebläht die ein Ausmass erreichen wird die alles andere bisher dagewesene in den Schatten stellt.

Es kann nicht gut gehen, dass wissen alle ausser die mächtigen Bankenlobbyisten und deren Lakeien an der EU Machtzentrale.

Merkel wird als die bleierne Lady in die Geschichte eingehen.
Denn sie versenkt Europa praktisch im Alleingang weil sie die Rettungsringe statt mit Luft mit Blei füllt.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 20
Noch 51 Prozent befürworten einen Verbleib in der EU.
Noch 51 Prozent befürworten einen Verbleib in ...
Befürworter holen auf  London - Die Gegner eines Verbleibs Grossbritanniens in der EU holen einer neue Umfrage zufolge auf. In einer am Montag vorab verbreiteten Erhebung für den «Daily Telegraph» behaupten die Befürworter eines Verbleibs in der EU mit 51 gegen 46 Prozent zwar eine Mehrheit. mehr lesen 
Deutschland - Die Linke  Magdeburg - Ein unbekannter Mann hat die Linken-Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht auf dem Parteitag in Magdeburg mit einer Schokoladentorte beworfen. Zu der Aktion bekannte sich eine antifaschistische Initiative «Torten für Menschenfeinde». mehr lesen  
G7-Gipfel in Japan  Ise-Shima - Die G7-Staaten haben die Flüchtlingskrise als «globale ... mehr lesen 1
Keine Zusagen in Flüchtlingskrise  Ise-Shima - Kompromiss in Wirtschaftsfragen, Enttäuschung in der Flüchtlingskrise und Streit mit China. Der erste Tag des G7-Gipfels in ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1780
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2823
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1780
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1780
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1780
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) ist in diesen Tagen an allen anderen Fornten unter Druck. ... Mi, 01.06.16 12:39
  • Kassandra aus Frauenfeld 1780
    Nach Frauenfeld, verehrter zombie wo sie sich mit der Maffia zu einem Zombiestaat vereinen und ganz ... Mi, 01.06.16 11:02
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 13°C 23°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen bewölkt, etwas Regen
Basel 12°C 24°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
St. Gallen 12°C 21°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen bewölkt, etwas Regen
Bern 10°C 22°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen bewölkt, etwas Regen
Luzern 12°C 23°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen bewölkt, etwas Regen
Genf 13°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Lugano 16°C 21°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt, wenig Regen Wolkenfelder, kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten