Korrektur von «falschen» Darstellungen
Merz über Gaddafis Tod erleichtert
publiziert: Freitag, 21. Okt 2011 / 07:15 Uhr
Kommt jetzt das Buch zur Affäre?
Kommt jetzt das Buch zur Affäre?

Bern - Alt Bundesrat Hans-Rudolf Merz hat sich erleichtert gezeigt über den Tod des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi. Er habe in der Libyen-Affäre viele Falschmeldungen nicht korrigieren können, weil er damit wieder Landsleute in Gefahr gebracht hätte.

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Dieser Druck sei nun ein für alle Mal weg und das sei eine enorme Erleichterung, sagte Merz in einem Interview gegenüber dem «Bund» und dem «Tagesanzeiger» am Freitag. Die «falsche» Darstellung der Krise zwischen der Schweiz und Libyen laste bis heute auf ihm «als Person und auf dem Bild meiner Leistung als Bundespräsident».

Was er genau richtigstellen möchte, will sich Merz «zuerst überlegen und dann exakt formulieren». Er wolle dabei allen Umständen und beteiligten Personen gerecht werden. Auf jeden Fall sei seine Reise nach Tripolis «kein Schnellschuss gewesen, sondern eine lange und gut geplante Mission, die Gaddafi sabotiert habe».

Er hätte es vorgezogen, dass Gaddafi vor ein internationales Tribunal gestellt worden wäre. «Dann wären sämtliche Untaten dieses Schreckensherrschers auf den Tisch gekommen», sagte Merz. Und «dann hätte sich vielleicht auch das Bild in der Öffentlichkeit zu meinen Bemühungen um die Freilassung der Schweizer Geiseln ein bisschen relativiert».

(bert/sda)

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