Merz will multinationale Konzerne entlasten
publiziert: Freitag, 20. Jun 2008 / 16:45 Uhr / aktualisiert: Freitag, 20. Jun 2008 / 17:13 Uhr

Aarau - Nach der Unternehmenssteuerreform II will Bundesrat Hans-Rudolf Merz eine dritte Reform der Unernehmenssteuern vorantreiben. Der Finanzminister kündigte am Freitag an einer Tagung in Baden AG Entlastungen für multinationale Konzerne an.

Merz bereit die nächste Reform vor.
Merz bereit die nächste Reform vor.
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Weitere Reformschritte seien unumgänglich, sagte Merz in einer Rede am «Tag des Familienunternehmens» der Vereinigung der Privaten Aktiengesellschaften (VPAG). Nur so könne die Schweiz ihre gute Ausgangslage im internationalen Steuerwettbewerb halten und verbessern.

Nach der Entlastung der kleinen und mittleren Betriebe (KMU) seien nun Massnahmen erforderlich, um die Schweiz auch für multinationale Konzerne attraktiv zu halten. Diese Unternehmen leisteten einen äusserst wertvollen Beitrag zu Wachstum, Wohlstand und Arbeitsplätzen. Darauf könnten weder der Bund noch die Kantone verzichten.

Unternehmensstandort Schweiz verbessern

Eine Arbeitsgruppe «Internationaler Steuerwettbewerb» sei derzeit daran, Ziele der nächsten Reform zu konkretisieren, sagte der Vorsteher des Eidgenössischen Finanzdepartementes. Im Zentrum der Reform stehe die Wahrung und - wenn möglich - die nachhaltige Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmensstandortes Schweiz.

Dabei gibt es laut Merz auch Berührungspunkte zum Steuerstreit mit der Europäischen Union. Mit der EU würden aber keine Verhandlungen geführt. Insbesondere stünden die kantonalen Steuerregimes nicht zur Disposition. Es werde deshalb keinen Nachzug von EU-internen Regelungen geben, versicherte der Finanzminister. «Als souveräner Staat werden wir Inhalt und Zeitpunkt unserer Reformen autonom festlegen».

Thomas Staehelin neuer VPAG-Präsident

Die Reformpläne des Finanzministers fanden bei der VPAG uneingeschränkte Unterstützung. Rasche Strukuturreformen seien unerlässlich, damit sich die mittelständische Wirtschaft im internationalen Standortwettbewerb profitabel entwickeln könne, wurde in einer Podiumsdiskussion betont. Die Mitgliederversammlung der Vereinigung stand ganz in Zeichen der Wachtablösung. Als neuer Präsident wurde Thomas Staehelin gewählt. Der 60-jährige Basler Wirtschaftsanwalt löst Rudolf Hug, Baden, ab. Staehelin ist Mitglied verschiedener Verwaltungsräte und Mitglied des Vorstandes von economiesuisse.

Neu in den VPAG-Vorstand gewählt wurden Frédéric Bonhote, VR-Präsident der Flumroc AG, Flums, der Versicherungsbroker Robert Kessler, Zürich, Franco Knie, Verwaltungsratspräsident der Gebrüder Knie AG, sowie Urs Rickenbacher, CEO und Verwaltungsratsdelegierter der Lantal Textiles, Langenthal.

(ht/sda)

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