Messermord von Emmen gibt Rätsel auf
publiziert: Mittwoch, 3. Jul 2002 / 10:05 Uhr

Hochdorf - Ein 55-jähriger Bosnier hatte im September 2001 in Emmen einen 19-jährigen Schweizer mit einem Sackmesser erstochen. Die Untersuchungen sind abgeschlossen, Tatmotiv und -hergang bleiben im Dunkeln.

Der mutmassliche Täter wird wegen vorsätzlicher Tötung ans Gericht überwiesen.

Wie der Amtsstatthalter Rolf Born mitteilte, konnte die Befragung zahlreicher Zeugen keine Klarheit über den Grund und den genauen Hergang der Auseinandersetzung zwischen dem 19-jährigen Schweizer und dem 55-jährigen Bosnier geben.

Fest steht gemäss dem Amtsstatthalter, dass es zwischen den Beiden zunächst zu einem verbalen und dann tätlichen Streit gekommen war. Dabei habe der Ältere den Jüngeren mit einem Sackmesser tödlich verletzt, heisst es in der Mitteilung.

Der mutmassliche Täter wurde bei der Auseinandersetzung ebenfalls verletzt, und zwar so stark, dass er ins Spital eingeliefert werden musste. Beide Männer waren gemäss Angaben der Polizei vom letzten Herbst stark alkoholisiert.

Der Amtsstatthalter geht davon aus, dass die Zurechnungsfähigkeit des mutmasslichen Täters zum Zeitpunkt des Delikts im mittlerem Masse vermindert gewesen sein dürfte. Über die Tat wird nun das Kriminalgericht befinden.

(bb/sda)

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