Mexikos Aussenminister zieht Kandidatur zurück
publiziert: Samstag, 30. Apr 2005 / 08:55 Uhr

Santiago de Chile - Vor der am Montag anstehenden Wahl des neuen Generalsekretärs der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) hat der konservative mexikanische Aussenminister Luis Ernesto Derbez seine Kandidatur für das Amt zurückgezogen.

Fidel Castro lobte Derbez' Verzicht.
Fidel Castro lobte Derbez' Verzicht.
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Das wurde im Anschluss an ein Treffen von US-Aussenministerin Condoleezza Rice mit Derbez und dem sozialistischen chilenischen Innenminister José Miguel Insulza in Santiago de Chile offiziell bekannt gegeben. Damit endete das Patt zwischen Derbez und seinem Konkurrenten für den Posten des OAS-Chefs.

Im April waren jeweils 17 Stimmen der insgesamt 34 Mitgliedsstaaten auf Derbez und auf Insulza entfallen. Insulza wurde von den meisten südamerikanischen und karibischen Staaten unterstützt, Derbez von den USA, Kanada und den zentral- sowie einigen südamerikanischen Staaten wie Peru und Bolivien.

Lob aus Kuba

Der kubanische Staats- und Parteichef Fidel Castro begrüsste Derbez´ Verzicht auf die Kandidatur. Dies sei ein weiterer Rückschlag für die USA, sagte Castro auf einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem linksnationalistischen venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez in Havanna.

Der Posten des OAS-Generalsekretärs ist seit vergangenem Oktober vakant, nachdem der frühere costaricanische Staatschef Miguel Angel Rodríguez wegen einer Bestechungsaffäre in seiner Heimat nach einer nur dreiwöchigen Amtszeit als OAS-Chef zurückgetreten war.

Der OAS mit Sitz in Washington gehören mit Ausnahme Kubas alle Staaten des amerikanischen Kontinents an. Zu den Aufgaben der Organisation gehört unter anderem die Vermittlung bei Konflikten.

(rr/sda)

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