Abschluss der Zapatisten-Tour
Mexikos Rebellenführer fordert die Anerkennung der Ureinwohner
publiziert: Montag, 12. Mrz 2001 / 06:32 Uhr

Mexiko-Stadt - Die mexikanischen Indiorebellen haben in Mexiko-Stadt die Gleichberechtigung der indianischen Ureinwohner gefordert. Zehntausende nahmen an der Abschlusskundgebung der zweiwöchigen Zapatisten-Tour auf dem zentralen Platz der Hauptstadt, dem Zocalo, teil.

Rebellenführer Subcomandante Marcos sagte, möge die Sonne nicht noch einmal aufgehen, ohne dass es in diesem Land einen Platz für die Indos gebe. Er bekräftigte zugleich die Forderung nach einer umgehenden Verabschiedung eines Autonomiegesetzes für die Indiovölker.

Marcos richtete in seiner Rede erneut Angriffe gegen den Präsidenten Vicente Fox. Er war ihm vor, den Indios nicht zuzuhören. Die Zapatisten wollen jetzt so lange in Mexiko-Stadt bleiben, bis der Kongress den Gesetzentwurf über die Indio-Rechte verabschiedet hat. Für Montag ist ein Treffen mit einem Sonderausschuss des Parlaments vorgesehen.

Die Tour hatte Marcos zusammen mit 23 Anführern der Zapatistischen Nationalen Befreiungsarmee (EZLN) am 25. Februar im südöstlichen Bundesstaat Chiapas begonnen. Sie führte über 3000 Kilometer durch elf mexikanische Bundesstaaten.

(bb/sda)

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