Erschossener Teenager
Michael Brown wurde von sechs Kugeln getroffen
publiziert: Montag, 18. Aug 2014 / 06:48 Uhr / aktualisiert: Montag, 18. Aug 2014 / 12:54 Uhr

Ferguson - Der von einem Polizisten erschossene schwarze US-Teenager Michael Brown ist nach einem privaten Obduktionsbericht von sechs Kugeln getroffen worden, zwei davon im Kopf. Das geht laut US-Medien aus dem Bericht hervor, den die Familie des 18-Jährigen in Auftrag gab.

14 Meldungen im Zusammenhang
Die «New York Times» und der Sender CNN berichteten, dass Brown gemäss der privaten Obduktion ausser im Kopf viermal im rechten Arm getroffen worden sei. In allen Fällen seien die Kugeln von vorn eingedrungen. Die Autopsie habe der ehemalige leitende Gerichtsmediziner von New York, Michael Baden, gemacht. Zuvor hatten bereits lokale Experten die Leiche untersucht.

Brown war unbewaffnet, als die tödlichen Schüsse am Samstag der vorvergangenen Woche fielen. Am Sonntag hatte das Washingtoner Justizministerium bekanntgegeben, dass es wegen der aussergewöhnlichen Umstände und auf Bitten der Familie eine eigene Obduktion durchführen wird, das wäre also die dritte.

Erneute Ausschreitungen

Seit dem Vorfall gab es in der Kleinstadt Ferguson immer wieder gewalttätige Proteste, da dem Schützen rassistische Motive unterstellt werden. Auch wenige Stunden vor dem Inkrafttreten einer neuen Ausgangssperre in der Nacht auf Montag (Ortszeit) kam es erneut zu schweren Zusammenstössen zwischen Demonstranten und der Polizei.

Die mit gepanzerten Fahrzeugen angerückten Sicherheitskräfte trieben die Menschenmenge mit Tränengas auseinander, wobei einige der Gaskartuschen umgehend auf die Polizei zurückgeschleudert wurden. Örtliche Medien zeigten Bilder von Krawallmachern, die ein Schnellrestaurant demolierten.

Laut dem Sender KMOV-TV griffen die Sicherheitskräfte erst ein, nachdem sie mit Molotow-Cocktails beworfen worden waren. Auch von Schüssen aus der Menge heraus wurde berichtet. Einige der grösstenteils jungen Demonstranten reckten derweil Protestschilder gegen Polizeigewalt in die Höhe.

Hunderte missachteten erste Ausgangssperre

Die Ordnungskräfte des US-Bundesstaats Missouri hatten zuvor angekündigt, die zweite Nacht in Folge eine Ausgangssperre zu verhängen. Zu den Ausschreitungen kam es kurz vor dem Inkrafttreten der Ausgangssperre, die von Mitternacht bis zum frühen Montagmorgen gelten sollte.

Die erste Ausgangssperre in der Nacht zum Sonntag war von hunderten Demonstranten missachtet worden. Es gab sieben Festnahmen, eine Frau wurde durch Schüsse lebensgefährlich verletzt.

(jz/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Arlington/Ferguson - Bei Zusammenstössen in der US-Stadt Ferguson ist ... mehr lesen
Ferguson - Die tödlichen Polizeischüsse auf einen schwarzen Teenager in Ferguson im US-Bundesstaat Missouri ziehen keine Anklage nach sich. Das entschied die ... mehr lesen 2
St. Louis - Unweit der von Protesten erschütterten US-Stadt Ferguson ... mehr lesen
Der Tatort liege gut drei Kilometer von Ferguson entfernt, berichtete der TV-Sender CNN. (Archivbild)
Weitere Artikel im Zusammenhang
Proteste in Ferguson, Stars and Stripes und die Stadt stehen Kopf.
Ferguson - Nach dem Tod eines schwarzen Teenagers kommt die US-Kleinstadt Ferguson nicht zur Ruhe. Die Polizei setzte in der Nacht zum Dienstag erneut Tränengas und ... mehr lesen
Ferguson - Nach den tagelangen Unruhen in Ferguson hat US-Präsident Barack Obama die Demonstranten wie auch die Polizei zur Zurückhaltung aufgerufen. Die Spannungen halten aber an: Die Polizei nahm am Montag vorübergehend Journalisten fest, unter ihnen zwei deutsche Reporter. mehr lesen 
Ferguson - Nach tagelangen ... mehr lesen
Die Proteste in der US-Kleinstadt Ferguson waren wieder aufgeflammt, nachdem sich die Lage am Freitag kurzzeitig beruhigt hatte.
St. Louis - Rund 200 Demonstranten haben sich in der Nacht zum Sonntag in der US-Kleinstadt Ferguson über eine Ausgangssperre hinweggesetzt. Die Demonstranten harrten nach Mitternacht ... mehr lesen 1
Ferguson - Eine Woche nach der Tötung eines schwarzen Teenagers ist es in der US-Kleinstadt Ferguson erneut zu Ausschreitungen gekommen. Nachdem die Polizei den Toten des Ladendiebstahls bezichtigte, zogen in der Nacht Randalierer durch die Strassen und plünderten Geschäfte. mehr lesen 
Washington - Knapp eine Woche ... mehr lesen
Die Polizei der Stadt Ferguson war in den vergangenen Tagen mehrfach für ihr hartes Vorgehen kritisiert worden. (Symbolbild)
St. Louis - Die Kleinstadt Ferguson im US-Bundesstaat Missouri befindet sich nach den tödlichen Polizeischüssen auf einen jungen unbewaffneten Schwarzen weiter im Ausnahmezustand. In der ... mehr lesen
Washington - In den USA hat die Erschiessung eines schwarzen Jugendlichen durch die Polizei erneut Unruhen ausgelöst. Ein überwiegend von Schwarzen bewohnter Vorort von St. Louis im Bundesstaat Missouri wurde zwei Tage lang von Ausschreitungen erschüttert. mehr lesen 
Washington - Die US-Bundespolizei ... mehr lesen
Das FBI werde den Fall «so effizient und gründlich wie möglich» analysieren. (Symbolbild)
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Auch das ist Digital Health: Trainingsspiele für ältere Menschen (ZHAW-Forschungsprojekt «WeTakeCare»)
Auch das ist Digital Health: Trainingsspiele für ältere Menschen ...
ZHAW - Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften  Bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen belegt die Schweiz im internationalen Vergleich die hinteren Plätze. Um Ränge gutzumachen, müssten Entscheidungsträger den digitalen Wandel aktiver mitgestalten, so das Fazit einer neuen ZHAW-Studie. mehr lesen 
Jeder von uns kennt dieses Gefühl, wenn man morgens nach einer erholsamen Nacht mit ausreichend Schlaf wach wird und am liebsten Bäume ausreissen würde. Dieses Gefühl kann kein Energydrink der ... mehr lesen
Kapok-Kissen «Java»: Durch den hohen Luftgehalt der natürlichen Hohlfaser Kapok ist dieses Kissen äusserst atmungsaktiv und hat eine gute Wärmehaltung.
Kryptowährungen haben den Geruch des Unseriösen längst abgestreift. Für viele Vermögensblogger und sogar Anlageberater gehören Kryptowährungen inzwischen zu einem gut diversifizierten Wertpapier-Portfolio - wohldosiert natürlich. Dabei haben Bitcoin, Ethereum, Ripple und andere den grössten Hype hinter sich. Ende 2017 erlebten die digitalen Währungen ungeahnte Höchststände. Kurz darauf brachen die Kurse wieder ein und vollführen seitdem Seitwärtsbewegungen mit kleineren Aufs und Abs. mehr lesen  
Ein Sprachaufenthalt ist in jedem Alter denkbar. In jungen Jahren festigt ein Sprachaufenthalt die in der Schule erworbenen Sprach- und Landeskenntnisse. Im Erwachsenenalter ist eine Spezialisierung, beispielsweise auf Business-Themen, denkbar.
Publinews Zugegeben, einen «Sprachkurs» zu besuchen, das klingt in erster Linie nach pauken, pauken, pauken. Nur die wenigsten ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • paparazzaphotography aus Muttenz 1
    Foto Sanatorio Liebes news.ch Team, es ist für mich eine Ehre dass sie mein Foto des ... Di, 03.01.17 22:12
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Motor hinten oder vorne war dem Tram in Basel völlig egal! Ob ein Auto über- oder untersteuert, ist nicht von der Lage des Motors ... Mi, 01.06.16 10:54
  • Mashiach aus Basel 57
    Wo bleibt das gute Beispiel? Anstatt sichere, ÜBERSTEUERNDE Heckmotorwagen zu fahren, fahren sie ... Mo, 30.05.16 11:56
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Zugang "Das sunnitische Saudi-Arabien, das auch im Jemen-Konflikt verstrickt ... So, 29.05.16 22:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Pink Phanter-Bande? Am 25. 7. 2013 hat eine Befreiung von Pink Panther-Mitglied Milan ... So, 29.05.16 15:38
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    ja, weshalb sollte man solches tun? Ist doch krank, Gott zu beschimpfen! Das hat etwas, ... So, 29.05.16 12:12
  • Gargamel aus Galmiz 10
    Warum sollte man überhaupt den Glauben an Gott beschimpfen oder verspotteten? Wie krank ... So, 29.05.16 10:11
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wir sind ja alle so anders als diese "Flüchtlinge". Warum sind auch nicht alle so edel, wie ... Sa, 28.05.16 20:25
Unglücksfälle Zorn über Tötung von Gorilla in US-Zoo Cincinnati - Die Tötung eines Gorillas im Zoo der ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 3°C 8°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Basel 3°C 10°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
St. Gallen 3°C 6°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer freundlich
Bern 0°C 8°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
Luzern 5°C 9°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Genf 2°C 10°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Lugano 5°C 13°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten