Micheline Calmy-Rey: «Ich bin dankbar, Schweizerin zu sein»
publiziert: Mittwoch, 1. Aug 2007 / 12:15 Uhr

Bern - Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey fordert die Schweizerinnen und Schweizer in ihrer 1.-August-Ansprache auf, sich für Chancengleichheit und eine gerechte Verteilung des Wohlstands einzusetzen. Rechte und Werte seien nicht auf ewig garantiert.

Calmy-Rey: «Die Rütliwiese ist keine gewöhnliche Wiese.»
Calmy-Rey: «Die Rütliwiese ist keine gewöhnliche Wiese.»
7 Meldungen im Zusammenhang
Demokratie heisse heute ganz konkret «Wohlstand für alle», sagte Calmy-Rey am Mittwoch in ihrer von Radio und Fernsehen ausgestrahlten Ansprache.

Trotz des Wirtschaftswachstums lebten zu viele Menschen in der Schweiz in zu grossen Schwierigkeiten. Die Kluft zwischen hohen und tiefen Einkommen werde immer grösser.

«Unsere Wirtschaft wächst, und alle sollten daran teilhaben können», sagte Calmy-Rey. Es sei bekannt, dass ein nachhaltiges Wachstum nicht möglich sei, wenn ein grosser Teil der Bevölkerung davon ausgeschlossen bleibe.

Zusammen leben

Demokratie heisse aber auch Chancengleichheit und Integration. Das bedeute nicht, Eigenheiten über Bord zu werfen, sondern sich daran zu erinnern, dass die Schweizer gelernt hätten, zusammen zu leben. Diese Rechte und Werte gelte es zu schützen, denn sie seien nicht auf ewig garantiert.

«Ich bin dankbar, Schweizerin zu sein», sagte Calmy-Rey. Denn in dem Land dominiere keine einzelne Gruppe - alle Minderheiten genössen Achtung und Mitbestimmung. Niemand, weder eine Minderheit von rechts noch eine von links, solle und könne den Staat für seine Partikularinteressen benutzen.

Das Land erhalten

Die Schweiz sei seit Jahrhunderten dem Frieden verpflichtet und habe es immer wieder geschafft, das Alte zu bewahren und sich doch für das Neue zu öffnen. «Wir halten in gutem Sinn an unseren Traditionen fest«, sagte Calmy-Rey. »Wir sind bäuerlicher Herkunft, wir wissen, dass wir das Land, die Landschaft und die Umwelt erhalten und pflegen müssen.»

Einmal im Jahr dürften und sollten die Schweizer feiern, dass das Land so viel erreicht habe. Der 1. August sei kein gewöhnlicher Tag. «Genau so wenig wie die Rütliwiese eine gewöhnliche Wiese ist.» Sie sei ein Symbol für den Willen, gemeinsam für das Einigende einzustehen und gleichzeitig die kulturelle Vielfalt zu bewahren.

(li/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Der 1. August hat den ... mehr lesen
«Integrationspolitik ist der Baustoff, der das ganze Gebäude zusammenhält,» so SP-Chef Hans-Jürg Fehr.
Sie liessen mich Palagnedra entdecken und so habe ich die Schweiz kennen gelernt. Ich danke Ihnen dafür.
«Zuallererst möchte ich mich dafür ... mehr lesen
Luzern - Die Bundesfeier auf dem ... mehr lesen
Bundespräsidentin Calmy-Rey wurde «tosender» Beifall zuteil.
Nationalrat Ueli Maurer sieht die Schweiz von «importierter» Gewalt und Sittenzerfall bedroht.
Zürich - Zahlreiche nahmhafte Politiker haben sich heute anlässlich des 1. Augusts an die Schweizer und Schweizerinnen gewandt. In seiner Rede in Affoltern am Albis (ZH) hat ... mehr lesen
Zuchwil - «Erfolg ist kein Zustand, er ... mehr lesen
Bundesrat Samuel Schmid.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey will auf Schusters Rappen aufs Rütli gehen.
Bern - Vor ihrem mit Spannung ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Johann Schneider-Ammann eröffnet den Gotthard-Basistunnel.
Johann Schneider-Ammann eröffnet den Gotthard-Basistunnel.
Beginn mit Segnung  Bern - Mit einem Treffen der Verkehrsminister der Alpenländer am Dienstagnachmittag werden die Feierlichkeiten zur Eröffnung des Gotthard-Basistunnels eingeläutet. Wenige Stunden später wird der Tunnel der SBB übergeben. mehr lesen 
353 Millionen Franken für den Asylbereich  Bern - Der Nationalrat hat am Dienstag die Staatsrechnung 2015 sowie die Nachtragskredite zum laufenden Budget deutlich genehmigt. Vor allem die zusätzlichen Kosten für das Asylwesen gaben aber im Rat zu reden. mehr lesen   1
Gotthard steht im Zentrum  Bern - In Bern beginnt heute Montag die Sommersession der eidgenössischen Räte. In der ersten Woche ... mehr lesen  
In den nächsten drei Wochen wird im Bundeshaus wieder fleissig politisiert. (Archivbild)
Gotthard 2016  Altdorf - Die Alpen-Initiative fordert den Bundesrat auf, mit der Verlagerung der Gütertransporte von der Strasse auf die Schiene vorwärts zu machen. Die Mitglieder verabschiedeten an ihrer Mitgliederversammlung eine Resolution an die Adresse von Bundesrätin Doris Leuthard. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 3°C 5°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Basel 4°C 6°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
St. Gallen 2°C 3°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
Bern 2°C 4°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Luzern 3°C 5°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, wenig Schnee freundlich
Genf 2°C 5°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt recht sonnig
Lugano 5°C 11°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten