Microsoft rekurriert gegen EU-Strafe
publiziert: Dienstag, 8. Jun 2004 / 17:55 Uhr

Luxemburg - Der weltgrösste Softwarekonzern Microsoft hat gegen die von der EU verhängten Rekordbusse Rekurs eingereicht. Das teilt das Europäische Gericht in Luxemburg mit.

Konkret geht es um das Multimediaprogramm Windows Media Player.
Konkret geht es um das Multimediaprogramm Windows Media Player.
Die EU-Kommission untergrabe innovative Bemühungen von erfolgreichen Unternehmen, begründet das Unternehmen in einer Mitteilung seine Klage.

Die EU-Kommission hatte im vergangenen März gegen Microsoft eine Busse von 497,2 Mio. Euro (757,6 Mio. Schweizer Franken) verhängt. Das Unternehmen habe seine dominierende Marktstellung bei Betriebssystemen für Personalcomputer ausgenutzt und damit EU-Wettbewerbsrecht verletzt, so die Argumentation der Kommission.

Konkret geht es um das Multimediaprogramm Windows Media Player. So klagen etwa die US-Firmen Apple und RealNetworks, ihre Software zum Abspielen von Audio- und Videodateien habe wegen der Verknüpfung des Media Player mit Windows auf dem Markt keine Chance.

Brüssel gab dem Konzern bei der Verurteilung 90 Tage Zeit, Computerherstellern auch eine Windows-Version anzubieten, die nicht mit dem Windows-Mediaplayer gekoppelt ist.

Microsoft bekam zudem 120 Tage Zeit, bei Betriebssystemen für Server technische Angaben zu den Schnittstellen offen zu legen. Damit sollten Konkurrenten bessere Marktchancen bekommen. Microsoft akzeptierte die Santionen von Beginn weg nicht.

(bsk/sda)

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