Microsoft strebt Kompromiss im EU-Kartellstreit an
publiziert: Montag, 17. Nov 2003 / 14:53 Uhr / aktualisiert: Montag, 17. Nov 2003 / 15:36 Uhr

Düsseldorf - Im Kartellverfahren zwischen Microsoft und der EU-Kommission ist die Möglichkeit eines Kompromisses nach einem Bericht des "Handelsblattes" wieder näher gerückt. Ein Vergleich wird nicht mehr ausgeschlossen.

Microsoft lenkt ein.
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Nach den Anhörungen der vergangenen Woche sei statt der Verhängung eines Millionen schweren Bussgelds ein Vergleich nicht mehr ausgeschlossen, berichtete die Zeitung. Auch Microsoft wertet die Gespräche positiv.

Die EU-Kommission unter Federführung des Wettbewerbs-Kommissars Mario Monti wirft Microsoft vor, auf rechtswidrige Weise seine Marktmacht bei PC-Betriebssystemen auf den Markt der einfachen Server-Betriebssysteme erweitert zu haben.

Die Wettbewerbshüter gehen auch dem Vorwurf nach, ob Microsoft mit der Koppelung des Betriebssystems Windows mit dem Windows-Media-Player in ähnlicher Weise seine beherrschende Stellung gegen Konkurrenten ausnutzt.

Der Softwarekonzern hatte bislang immer argumentiert, dass diese Koppelung technisch notwendig sei und den Wünschen der Kunden entspreche. Zuletzt hatte Microsoft ein Kompromissangebot unterbreitet, das der Kommission voraussichtlich jedoch nicht weit genug ging.

In dem Verfahren droht dem Softwarekonzern ein Bussgeld in möglicherweise dreistelliger Millionenhöhe. Die jüngsten Anhörungen hatten hinter verschlossenen Türen stattgefunden. Mit einer Brüsseler Entscheidung wird für Anfang 2004 gerechnet.

(fest/sda)

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