Microsoft zieht gegen Millionenstrafe vor Gericht
publiziert: Dienstag, 3. Okt 2006 / 18:10 Uhr

Der weltgrösste Softwarekonzern Microsoft wehrt sich vor Gericht gegen ein von Brüssel verhängtes Zwangsgeld von 280,5 Millionen Euro (umgerechnet 445 Millionen Franken).

Microsoft legte vor dem Europäischen Gericht  Einspruch gegen das Bussgeld ein.
Microsoft legte vor dem Europäischen Gericht Einspruch gegen das Bussgeld ein.
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Wie ein Microsoft-Sprecher heute in Brüssel mitteilte, legte das Unternehmen bereits gestern vor dem Europäischen Gericht erster Instanz in Luxemburg Einspruch gegen das Bussgeld ein, das die EU-Kommission vor knapp drei Monaten verhängt hatte.

Ein Sprecher des Luxemburger Gerichts bestätigte den Eingang des Schreibens. Damit geht der seit Jahren schwelende Streit zwischen Brüssel und Microsoft um den Missbrauch von Marktmacht in eine neue Runde.

Die EU-Kommission hatte das Millionen-Zwangsgeld Mitte Juli verhängt, weil Microsoft aus Sicht Brüssels eine Reihe von Wettbewerbs-Auflagen nach wie vor nicht erfüllt hat.

Quasi-Monopol bei bestimmter Software

Bereits im März 2004 hatte die EU-Kommission Microsoft zu einer Geldbusse von fast einer halben Milliarde Euro (800'000 Franken) verurteilt, weil der Konzern sein Quasi-Monopol bei bestimmter Software auf Kosten der Konkurrenz missbrauchte. Auch gegen diese erste Geldbusse hatte Microsoft in Luxemburg geklagt.

Auch der Erscheinungstermin des neuen Microsoft-Betriebssystems Windows Vista könnte sich verzögern. Das zumindest droht der Software-Konzern einem Bericht der Netzeitung zufolge an. Grund: Die EU-Kommission kritisiert, dass Microsoft seinem neuen Betriebssystem Zusatzprogramme beilegen will.

Software-Firmen fürchten Umsatz-Einbrüche, wenn Vista serienmässig unter anderem mit Verschlüsselungssoftware, einem Media-Player und einem Programm zur Handschrifterkennung ausgeliefert werde. Microsoft argumentiert wiederum, die zusätzlichen Features seien nur in der Premium-Version von Windows Vista enthalten.

(Markus Weidner, AFP/teltarif.ch)

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