Veränderungen der Zellen
Mieses Essen und wenig Bewegung machen alt
publiziert: Samstag, 19. Mrz 2016 / 17:04 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 20. Mrz 2016 / 00:12 Uhr
Ernährung und Sport sind beim Altern entscheidend.
Ernährung und Sport sind beim Altern entscheidend.

Rochester - Eine ungesunde Ernährung und das Fehlen von Bewegung beschleunigen das Altern seneszenter Zellen. Das führt zu einer Beschleunigung von Krankheiten, die normalerweise erst in höherem Alter auftreten. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Center on Aging an der Mayo Clinic gekommen.

2 Meldungen im Zusammenhang
Laut den Centers for Disease Control and Prevention leiden allein in den USA 34,9 Prozent der Erwachsenen an Fettleibigkeit. Sie erhöht das Risiko von Herzerkrankungen, Schlaganfällen, Typ-2-Diabetes und bestimmter Krebsarten, die zu den Hauptursachen verhinderbarer Todesfälle gehören.

Fast-Food-Test mit Mäusen

Das Mayo-Team um Forschungsleiter Nathan LeBrasseur wollte herausfinden, ob Sport die Ansammlung von unreifen seneszenten Zellen und Stoffwechselprobleme verhindern kann, die durch die Ernährung mit Fastfood verursacht werden. Die Wissenschaftler überprüften ihre Theorie an Mäusen. Eine Gruppe der Tiere wurde normal und gesund ernährt, die andere erhielt eine Fast-Food-Diät reich an gesättigten Fettsäuren, Cholesterin und gesüssten Getränken.

Die Fast-Food-Diät führte zu ungesunden Veränderungen des Körpergewichts. Der Anteil an Fett verdreifachte sich innerhalb von vier Monaten. Das meiste Fett sammelte sich um die Körpermitte, rund um die inneren Organe, an. Dieses Phänomen wird mit einer Reihe von mit Fettsucht in Verbindung stehenden Krankheiten in Zusammenhang gebracht. Begannen die Tiere, sich mehr zu bewegen, verbesserte sich ihr Gesundheitszustand deutlich.

Die Hälfte der Tiere beider Gruppen hatte Zugang zu einem Laufrad. Beide Gruppen profitierten von der Bewegung. In der Fast-Food-Gruppe nahmen jene Mäuse weniger zu, die das Laufrad nutzten. Sie entwickelten auch weniger wahrscheinlich seneszente Zellen. Die übergewichtigen Tiere, die sich nicht mehr bewegten, sammelten mehr dieser Zellen an und verfügten daher über ein erhöhtes Risiko von Erkrankungen des Herzen und des Stoffwechsels.

Alter und Krankheit kein Schicksal

Die Wissenschaftler gehen daher laut den im Fachmagazin «Diabetes» veröffentlichten Forschungsergebnissen davon aus, dass eine schlechte Ernährung und Bewegungsmangel das Altern beschleunigen können und zwar nicht nur in einem klinisch nachweisbaren Bereich, sondern auch biologisch und in den Zellen. LeBrasseur betonte laut «Medical News Today», dass, anders als viele Menschen glaubten, Alter und Krankheiten kein vorbestimmtes Schicksal seien. Eine gesunde Ernährung und Bewegung könnten jedoch viel zur Gesundheit beitragen.

(bg/pte)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Zürich - 375 Millionen Frauen und 266 Millionen Männer weltweit sind übergewichtig oder fettleibig. Das zeigt die bisher ... mehr lesen
Die USA belegen nach wie vor den Spitzenplatz in Sachen Übergewicht. (Symbolbild)
Bewegung verbessert die Struktur des Gehirns erheblich.
Los Angeles/Pittsburgh - Eine Reihe ... mehr lesen
Hypnose und Hypnosetherapie in Baden / Aargau
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Schnelle Wahrnehmung und Einschätzung der Umgebung bei widrigen Lichtverhältnissen, z. B. bei Regen oder in der Dämmerung.
Schnelle Wahrnehmung und Einschätzung der Umgebung bei widrigen ...
Publinews DriveSafe Brillengläser  Viele Unfälle können vermieden werden, indem Gefahren und Hindernisse möglichst früh wahrgenommen werden und dadurch die Reaktionszeit verlängert wird. mehr lesen  
Medizinische Forschung  Bern - Das Inselspital nimmt mit der «Liquid Biobank Bern» das derzeit modernste Tiefkühllager für Blut und andere flüssige Bioproben ... mehr lesen  
Das Berner Inselspital stellt die Proben für mehrere Forschungsprojekte und einem grösseren Forscherkreis zur Verfügung.
Zika wird hauptsächlich durch Mückenstiche verbreitet.
Wegen Zika - Acht Wochen nur geschützt  Genf - Touristen sollen nach ihrer Heimreise aus Zika-Gebieten mindestens acht Wochen auf ungeschützten Sex verzichten. Das riet ... mehr lesen  
98 neue, unbekannte und künstliche Rauschmittel  Lissabon - Immer mehr neue Rauschmittel halten Einzug in Europa. Der europäische Drogenmarkt sei «nach wie vor robust», teilte die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA) in ihrem am Dienstag in Lissabon veröffentlichten Jahresbericht 2016 mit. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich -5°C -4°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt Nebel
Basel -7°C -3°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel Nebel
St. Gallen -10°C -6°C Nebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Bern -5°C -5°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich Nebel
Luzern -5°C -4°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt Nebel
Genf -4°C -2°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
Lugano -2°C 6°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten