Migrantinnen: Unterdrückt, ungebildet und unkundig?
publiziert: Freitag, 18. Dez 2009 / 12:48 Uhr / aktualisiert: Freitag, 18. Dez 2009 / 13:13 Uhr

Bern - Unterdrückt, ungebildet und der Sprache unkundig: So werden Migrantinnen oft wahrgenommen und dargestellt. Die Eidgenössische Kommission für Migrationsfragen (EKM) kritisiert dies. Die Stereotype sollten durchbrochen werden, fordert sie.

Wie Migrantinnen in der politischen Debatte und in den Schweizer Medien dargestellt werden, haben Wissenschaftlerinnen der Universität Bern untersucht. (Im Archivbild Flüchtlingsfrauen Irak)
Wie Migrantinnen in der politischen Debatte und in den Schweizer Medien dargestellt werden, haben Wissenschaftlerinnen der Universität Bern untersucht. (Im Archivbild Flüchtlingsfrauen Irak)
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Natürlich sei das verbreitete Bild der Migrantin nicht einfach falsch, sagte EKM-Geschäftsführerin Simone Prodolliet vor den Medien in Bern. Doch es sei einseitig. Die Realität sei vielschichtiger. Dies sollte in den Integrationsdebatten berücksichtigt werden. Nur so könnten Potenziale gefördert werden.

Wie Migrantinnen in der politischen Debatte und in den Schweizer Medien dargestellt werden, haben Wissenschaftlerinnen der Universität Bern untersucht. Die Kommission für Migrationsfragen hat die Studie mit dem Titel «Frauen in der Migration» am Internationalen Tag der Migrantinnen und Migranten präsentiert.

Stigmatisierung nehme zu

Francis Matthey, der Präsident der Kommission, nahm anlässlich der Präsentation Stellung zum Minarett-Verbot. Die Kommission befürchte, dass die Stigmatisierung von Musliminnen und Muslimen zunehme, sagte er. Angst löse keine Probleme. Am 23. Januar will sich die Kommission mit Musliminnen und Muslimen treffen, um über mögliche Strategien zu diskutieren.

(zel/sda)

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