Militär sucht weiter nach den Rotkreuz-Mitarbeitern
publiziert: Dienstag, 20. Jan 2009 / 17:40 Uhr

Manila/Genf - Das philippinische Militär hat die Forderungen der Entführer von drei Rotkreuzmitarbeitern nach sofortiger Einstellung der Fahndung abgelehnt. Das IKRK hatte erstmals seit der Entführung keinen Kontakt mit den Mitarbeitern.

Das IKRK hatte erstmals seit der Entführung keinen Kontakt mit den Mitarbeitern.
Das IKRK hatte erstmals seit der Entführung keinen Kontakt mit den Mitarbeitern.
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Der letzte telefonische Kontakt habe am Vortag stattgefunden, sagte Marçal Izard, Sprecher des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK).

Seit Freitag habe das IKRK täglich mit dem entführten Schweizer und dessen beiden Kollegen aus Italien und den Philippinen sprechen können. Mit den Geiselnehmern habe es nach wie vor keinen direkten Kontakt gegeben, ergänzte Izard. Das IKRK stehe dafür aber in ständiger Verbindung mit der philippinischen Armee.

Diese gab bekannt, die Fahndung ungeachtet der Drohungen der Entführer fortzusetzen. «Wenn wir mit dem Druck nachlassen, geben wir ihnen nur mehr Bewegungsfreiheit», sagte der Stabschef der Armee, General Alexander Yano am Dienstag.

Die drei Rotkreuz-Mitarbeiter sind nach Überzeugung des Militärs seit vergangenem Donnerstag in den Händen der muslimischen Terrororganisation Abu Sayyaf. Die Entführung ereignete sich auf der Insel Jolo 1000 Kilometer südlich von Manila. Abu Sayyaf hat schon mehrfach mit spektakulären Entführungen und Lösegeldforderungen für Schlagzeilen gesorgt.

Die Entführer wollten nach Armee-Informationen fünf Millionen Dollar Lösegeld verlangen. Offiziell wurde die Forderung nicht bestätigt.

(smw/sda)

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