Militäreinsatz im Gazastreifen fortgesetzt
publiziert: Donnerstag, 17. Jan 2008 / 16:26 Uhr

Jerusalem - Die israelischen Streitkräfte haben erfolgreich einen Raketentest absolviert. Nach Angaben ausländischer Militärexperten entwickelt Israel derzeit eine Rakete, die Ziele im Iran treffen könnte.

Auf dem Luftwaffenstützpunkt Palmahim werden regelmässig Raketen getestet. (Archivbild)
Auf dem Luftwaffenstützpunkt Palmahim werden regelmässig Raketen getestet. (Archivbild)
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Das Militärradio berichtete, die Rakete sei vom Stützpunkt Palmahim südlich von Tel Aviv abgeschossen worden.

Das israelische Verteidigungsministerium erklärte lediglich, der Test habe dazu gedient, das Antriebssystem der Rakete zu überprüfen.

Nach Angaben der Experten entwickelt Israel eine atomwaffenfähige Langstreckenrakete vom Typ «Jericho III», die eine Reichweite von 4500 Kilometern hat und somit Ziele im Iran treffen könnte.

Auch Angriffe aus Libanon sollen mit der Rakete abgewehrt werden können. Israel besitzt wahrscheinlich Atomwaffen.

Militäroffensive fortgesetzt

Die israelische Armee setzte gleichentags ihre Militäreinsätze im Gazastreifen fort.

Zwei Palästinenser - ein Mann und eine Frau - wurden im nördlichen Gazastreifen bei einem Angriff der Luftwaffe getötet und drei weitere verletzt, wie palästinensische Ärzte mitteilten.

Militante Palästinenser hatten zuvor den heftigen Raketenbeschuss Israels fortgesetzt.

Nach Angaben der Armee schlugen 13 selbst gebaute Kassam-Raketen in israelischen Grenzgemeinden zum Gazastreifen ein. In der Grenzstadt Sderot sei eine Frau leicht verletzt worden.

Über hundert Raketen abgefeuert

Seit Dienstag sind nach israelischen Armeeangaben über 110 Kassam-Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert worden.

Bei israelischen Militäreinsätzen, die nach Angaben der Armee gegen den Raketenbeschuss gerichtet waren, sind seit Dienstag 25 Palästinenser, darunter mehrere Zivilisten, ums Leben gekommen.

(rr/sda)

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