Genf-Abkommen
Milizen in Donezk zeigen sich unbeeindruckt
publiziert: Samstag, 19. Apr 2014 / 11:47 Uhr
Trotz Abkommen in Genf skandierten prorussische Milizen im ostukrainischen Donesk: «Wir machen weiter wie bisher.»
Trotz Abkommen in Genf skandierten prorussische Milizen im ostukrainischen Donesk: «Wir machen weiter wie bisher.»

Donezk - Die prorussischen Milizen im ostukrainischen Donezk wollen den Sitz der Regionalregierung trotz des internationalen Drucks nicht räumen. «Wir machen weiter wie bisher», sagte einer der Aktivisten am Samstag. «Ein orthodoxer Pfarrer ist bei uns und wir werden heute Abend Ostern feiern.»

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Etwa 50 Unterstützer der Besetzer versammelten sich auf den Barrikaden um das Gebäude, das von vermummten Kämpfern bewacht wurde. Ansonsten herrschte weitgehend Normalität in der Stadt.

Die Aussenminister Russlands, der Ukraine sowie der USA und die EU-Aussenbeauftragte Catherine Ashton hatten sich am Donnerstag in Genf auf eine «Entwaffnung illegaler bewaffneter Gruppen» in allen ukrainischen Regionen sowie die Räumung besetzter Gebäude und eine Amnestie verständigt.

Ein Anführer der selbsternannten «Republik Donezk» verlangte am Freitag jedoch den Rücktritt der Regierung in Kiew als Voraussetzung dafür, dass die Aktivisten ihre Waffen niederlegen und die besetzten Gebäude räumen.

Die USA drängten Russland unterdessen zu einer raschen Umsetzung der Genfer Vereinbarungen. Russland müsse seinen «sehr beträchtlichen Einfluss» nutzten, um die prorussischen Milizen in der Ostukraine in die Schranken zu weisen und zum Abzug aus den von ihnen besetzten Gebäuden zu bewegen, sagte die Nationale Sicherheitsberaterin Susan Rice.

Aussenministeriumssprecherin Jen Psaki warnte die russische Regierung vor «weiteren Konsequenzen», falls sie die vereinbarten Schritte nicht umsetze.

(asu/sda)

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