«Millenniumsziele mit Respekt für die Menschenrechte erreichen»
publiziert: Montag, 20. Sep 2010 / 20:08 Uhr
«Die Fortschritte zur Reduzierung der Zahl armer Menschen weltweit, der Zugang zu Bildung und Trinkwasser und die Gleichberechtigung der Geschlechter sind ungenügend», so Calmy-Rey.
«Die Fortschritte zur Reduzierung der Zahl armer Menschen weltweit, der Zugang zu Bildung und Trinkwasser und die Gleichberechtigung der Geschlechter sind ungenügend», so Calmy-Rey.

New York - Respekt für die Menschenrechte und nachhaltige Entwicklung sind zur Erreichung der UNO-Millenniumsziele unabdingbar. Dies sagte Bundesrätin Micheline Calmy-Rey am Montag im Rahmen des Gipfels gegen Armut und Hunger vor der UNO-Vollversammlung.

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Als die Ziele im Jahr 2000 beschlossen wurden, habe man mit viel Zuversicht in die Zukunft geschaut und einen historischen Konsens erreicht, sagte Calmy-Rey. Heute sei der Optimismus gedämpft, weil man nicht erreicht habe, was man wollte.

«Die Fortschritte zur Reduzierung der Zahl armer Menschen weltweit, der Zugang zu Bildung und Trinkwasser und die Gleichberechtigung der Geschlechter sind ungenügend», sagte die Aussenministerin.

Entwicklungshilfe auf falschem Weg?

Die Geberstaaten müssten sich deshalb fragen, ob sie mit der Entwicklungshilfe auf dem falschen Weg seien. «Ist das internationale Produktions- und Handelssystem immer noch so eingerichtet, dass es zu Ungunsten armer Länder läuft», fragte Calmy-Rey die Versammlung. Sie machte darauf aufmerksam, dass in der Entwicklungshilfe Rechenschaftspflicht sowohl für den Geber wie den Nehmer gelten.

Nach Ansicht der Schweizer Aussenministerin muss vor allem der Respekt vor den Menschenrechten grösser werden. «Zur Erreichung der Millenniumsziele ist das Recht, am politischen, wirtschaftlichen und sozialen Leben des Landes teilzunehmen unerlässlich», sagte Calmy-Rey.

Umweltfreundliche Wirtschaft als Ziel

Der Übergang zu einer umweltfreundlicheren Wirtschaft sei dringender denn je. «Es besteht ein Risiko, dass der Klimawandel Menschen in vielen Ländern zur Migration zwingt, was zu Konflikten um Wasser und bebaubares Land führen könnte», warnte Calmy-Rey.

Die Bemühungen müssten vergrössert werden, die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre im Zaum zu halten. Der wirtschaftliche Erfolg Chinas, Indiens und Brasiliens zeige, dass die Grenzen dessen, was ökologisch tragbar sei, schnell erreicht seien, wenn sieben Milliarden Menschen beginnen, CO2, Wasser und andere natürliche Ressourcen im gleichen Masse zu verschleudern, wie das die westliche Welt mache.

(fest/sda)

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