Milliardär Piñera erhält 51,87 Prozent der Stimmen
publiziert: Sonntag, 17. Jan 2010 / 22:14 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 17. Jan 2010 / 22:41 Uhr

Santiago de Chile - Der konservative chilenische Politiker Sebastián Piñera hat nach ersten offiziellen Teilergebnissen die Stichwahl um das Präsidentenamt am Sonntag gewonnen. Für den 60-Jährigen stimmten demnach 51,87 Prozent.

Gewinnt Sebastian Pinera wäre es das erste Mal seit dem Ende der Diktatur von Augusto Pinochet 1990, dass die Chilenen einen Politiker der Rechten wieder an die Macht lassen würden.
Gewinnt Sebastian Pinera wäre es das erste Mal seit dem Ende der Diktatur von Augusto Pinochet 1990, dass die Chilenen einen Politiker der Rechten wieder an die Macht lassen würden.
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Sein Rivale Eduardo Frei kam demnach auf 48,12 Prozent. Dies ist nicht nur eine herbe Niederlage für das seit 20 Jahren ununterbrochen regierende Mitte-Links-Bündnis der Concertación.

Es ist vor allem das erste Mal seit dem Ende der Diktatur von Augusto Pinochet 1990, dass die Chilenen einen Politiker der Rechten wieder an die Macht lassen.

Die in der Bevölkerung äusserst beliebte Präsidentin Michelle Bachelet durfte gemäss Verfassung nicht unmittelbar für eine zweite Amtszeit antreten. Deshalb schickte die Concertación den ehemaligen Präsidenten Frei wieder ins Rennen - eine Entscheidung, die viele Wähler nicht überzeugte.

Neue Gesichter in der Politik

Trotz der Popularität Bachelets sind viele Chilenen von der regierenden Mitte-Links-Koalition desillusioniert und wollen neue Gesichter in der Politik sehen.

Im ersten Wahlgang war Frei auf knapp 30 Prozent der Stimmen gekommen, während Piñera 44 Prozent verbuchte. Für Spannung beim zweiten Wahldurchgang sorgten nun die Anhänger des in der ersten Runde ausgeschiedenen unabhängigen Kandidaten Marco Enríquez-Ominami, der einst der Concertación angehörte.

Der 36-jährige ehemalige Filmproduzent hatte sich nach langem Zögern wenige Tage vor der Wahl doch noch für seinen früheren Parteifreund Frei ausgesprochen.

(zel/sda)

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