Milliardär wegen Insiderhandels in USA in Haft
publiziert: Sonntag, 18. Okt 2009 / 10:15 Uhr

New York - Der Milliardär und Hedgefonds-Chef Raj Rajaratnam ist in New York wegen angeblichen Insiderhandels festgenommen worden. Rajaratnam und fünf andere Spitzenmanager sollen mit verbotenen Geschäften mit Aktien mehr als 20 Mio. Dollar verdient haben.

Raj Rajaratnam wurde in New York abgeführt.
Raj Rajaratnam wurde in New York abgeführt.
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Die Ermittler sprachen laut der Finanznachrichtenagentur Bloomberg vom grössten Insiderskandal, in den jemals Hedgefonds verwickelt worden seien.

Nach Angaben der Ermittler wurden erstmals Telefone zur Aufdeckung eines Insiderhandels an der Wall Street abgehört. Die Fahnder seien durch Tipps eines Insiders und Mittäters, der inzwischen auf schuldig plädiert habe, auf die Spur der fünf Männer und einer Frau gekommen. Vier wurden der Verschwörung und des Betrugs beschuldigt, zwei nur wegen Verschwörung.

Gegen Rajaratnam sind es allein 13 Anklagepunkte wegen beider Vergehen zusammen. Bei einer Verurteilung drohen ihm 20 Jahre Haft. Die «Washington Post» sprach gar von lebenslänglich. Die Ermittlungen reichten bis ins Jahr 2007 zurück. Am Freitag liessen die Fahnder den Kopf der Gruppe dann auffliegen.

Auf der Forbes-Liste der Superreichen

Der 52 Jahre alte Rajaratnam - Chef des weltweit agierenden Hedgefonds Galleon - steht mit einem Vermögen von 1,3 Mrd. Dollar auf der Forbes-Liste der Superreichen. Er soll durch Insidergeschäfte mindestens 17 bis 18 Mio. Dollar kassiert haben. Allein eine Anlage beim Internet-Riesen Google im Jahr 2007 habe 8 Mio. Dollar gebracht, schrieb die «New York Times».

Zwei Beschuldigte - darunter die Frau - sind beim Hedgefonds New Castel beschäftigt. Einer der Festgenommenen habe für den Computer-Giganten IBM gearbeitet, ein anderer für die Beratungsfirma McKinsey und ein dritter im Finanzwesen des weltgrössten Chipherstellers Intel.

Bei einer Anhörung setzte ein Richter inzwischen die Kaution für den in Sri Lanka geborenen Rajaratnam auf 100 Mio. Dollar fest. Mehrere Festgenommene kamen laut Bloomberg nach der Hinterlegungen von Kautionen zwischen 2 und 5 Mio. Dollar auf freien Fuss.

(fkl/sda)

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