Milliardenbetrüger Madoff will sich schuldig bekennen
publiziert: Mittwoch, 11. Mrz 2009 / 09:39 Uhr

New York - Der mutmassliche Milliardenbetrüger Bernard Madoff muss möglicherweise den Rest seines Lebens hinter Gittern verbringen. Der 70-Jährige ist bereit, sich in seiner Aussage vor Gericht am Donnerstag schuldig zu bekennen.

Für Madoffs erwartetes Geständnis gibt es keine strafmildernde Vereinbarung mit der Verteidigung.
Für Madoffs erwartetes Geständnis gibt es keine strafmildernde Vereinbarung mit der Verteidigung.
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Das teilte sein Verteidiger Ira Sorkin am Dienstag in New York mit. Die Anklage kündigte derweil an, gegen den früheren Starinvestor insgesamt 150 Jahre Haft zu beantragen.

Die Anklageliste gegen Madoff, der Investoren mit einem Schnellballsystem um bis zu 50 Mrd. Dollar gebracht haben soll, ist lang und umfasst unter anderem Wertpapierbetrug, Fälschung von Briefen, Computerbetrug, drei Fälle von Geldwäscherei und Meineid.

Keine Strafmilderung

Für Madoffs erwartetes Geständnis gebe es keine strafmildernde Vereinbarung mit der Verteidigung, teilte Staatsanwalt Marc Litt mit. Madoff steht seit Dezember in seiner New Yorker Wohnung unter Hausarrest.

Seit Wochen wird spekuliert, dass Anklage und Verteidigung hinter den Kulissen an einem Deal arbeiten, der einen langwierigen Prozess vermeidet und bei einem Geständnis ein strafmilderndes Urteil vorsehen könnte.

3 Milliarden Betroffene

Madoff soll das Schneeball-System von den 80er-Jahren an bis zu seiner Verhaftung betrieben haben. Nach Schätzungen von Opferanwälten sind rund 3 Milliarden Menschen direkt oder indirekt von den Betrügereien betroffen, darunter zahlreiche Prominente wie zum Beispiel Steven Spielberg.

Unter den Opfern ist auch die Familie von Madoffs Anwalt Sorkin. In einer Anhörung zu diesem Interessenkonflikt versicherte Madoff gegenüber Richter Denny Chin, dass er seinen Anwalt behalten wolle. Dem wurde stattgegeben.

Es wird erwartet, dass das Gericht auch darüber entscheidet, ob Madoff zunächst weiter in seinem Luxus-Apartment an der New Yorker Park Avenue bleiben darf. Ein Urteil wird nach Angaben des Richters erst in einigen Monaten fallen.

(sl/sda)

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