Millionenmetropole überflutet - Schweiz schickt Experten
publiziert: Montag, 5. Feb 2007 / 12:00 Uhr / aktualisiert: Montag, 5. Feb 2007 / 22:47 Uhr

Jakarta - Chaos in der überschwemmten indonesischen Hauptstadt Jakarta: Die Zahl der Obdachlosen stieg nach Angaben des Gesundheitsministeriums auf fast 350 000. Mindestens 29 Menschen starben. Zwei Schweizer Experten reisten vor Ort.

Die Zahl der Obdachlosen ist  am fünften Tag der Katastrophe auf rund 350 000 gestiegen. (Archivbild)
Die Zahl der Obdachlosen ist am fünften Tag der Katastrophe auf rund 350 000 gestiegen. (Archivbild)
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Ein Grossaufgebot von Polizei und Rettungskräften war rund um die Uhr im Einsatz, um Notleidende mit Helikoptern und Schlauchbooten in Sicherheit zu bringen und Lebensmittel zu verteilen. Die Meteorologen warnten vor weiteren heftigen Regenfällen in den kommenden Wochen.

Die Fluten setzten zahlreiche Viertel der Zehn-Millionen-Stadt komplett unter Wasser. Zehntausende Häuser waren überflutet; der Pegelstand erreichte vielerorts die Zwei-Meter-Marke. Ausser zahlreichen Bezirken in Jakarta waren auch die angrenzenden Städte Tangerang und Bekasi betroffen.

Flucht

Zahlreiche Menschen versuchten, ihre Häuser in selbstgebauten Flössen zu verlassen, oder wateten durch das schlammige und mit Giftstoffen belastete Wasser. Andere harrten seit Tagen auf den Dächern ihrer Häuser aus und wachten über ihre Habseligkeiten.

Nach Informationen der Tageszeitung «Kompas» fielen mehrere Kläranlagen durch die Überschwemmungen aus; ein halbe Million Menschen wurde von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten. Der Gouverneur von Jakarta, Sutiyoso, rief die betroffenen Bewohner auf, im eigenen Interesse ihre überschwemmten Häuser zu verlassen und die Versorgung mit Hilfsgütern zu erleichtern.

Schwerste Überschwemmungen seit fünf Jahren

Es handelt sich um die schwersten Überschwemmungen in Jakarta seit fünf Jahren. Bei der Katastrophe von 2002 waren 40 Menschen ums Leben gekommen. Die Meteorologen warnten vor weiteren Wassermassen.

Die Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) schickte zwei Experten in das überschwemmte Jakarta. Sie sollten in den Armengebieten der Metropole bei der Trinkwasserversorgung helfen, wie wie Andreas Stauffer, Sprecher in der Abteilung für humanitäre Hilfe in der DEZA, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte.

(fest/sda)

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