Mindestens 17 Serben und Albaner bei Unruhen im Kosovo getötet
publiziert: Donnerstag, 18. Mrz 2004 / 07:49 Uhr

Kosovska Mitrovica - Die Unruhen zwischen Serben und Albanern im Kosovo haben sich auf die gesamte Provinz ausgedehnt. Mindestens 17 Menschen wurden nach Berichten der Nachrichtenagentur Beta seit dem Beginn der Zusammenstösse in mehreren Städten getötet.

UNMIK Beamte konnten der Gewalt im Kosovo nicht Herr werden. (Archiv)
UNMIK Beamte konnten der Gewalt im Kosovo nicht Herr werden. (Archiv)
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Ein Spitalmitarbeiter in Pristina, der Hauptstadt des Kosovo, bestätigte den Tod von 14 Menschen in mehreren Städten. Hunderte seien verletzt worden. Der Nachrichtenagentur Beta zufolge wurden nach den Auschreitungen vom Mittwoch mit zehn Todesopfern in der Nacht sieben weitere Menschen getötet.

Als Auslöser der Proteste gelten der Tod zweier albanischer Kinder, die am Dienstag ertrunken waren, angeblich nachdem sie von Serben gehetzt worden sein sollen.

Der Sprecher der UNO-Mission im Kosovo (UNMIK), Derek Chappell, wurde von Beta mit den Worten zitiert, ein Kind habe seinen Eltern gesagt, es habe sich um einen Unfall gehandelt. Es seien keine Serben in den Zwischenfall verwickelt. Der Junge sei mit seinen drei Freunden in den Fluss gestiegen. Sie seien von der Strömung mitgerissen worden.

In mehren serbischen Städten protestierten tausende Menschen gegen die Gewalt; allein in der Hauptstadt Belgrad gingen rund 10 000 Menschen auf die Strasse.

Als mehrere hundert Menschen die Moschee im Zentrum anzünden wollten, kam es zu Zusammenstössen zwischen Demonstranten und der Polizei, bei denen mehrere Polizisten verletzt wurden, wie Innenminister Dragan Jocic mitteilte.

Die UNO-Truppen bezeichneten die Lage in den von ethnischen Ausschreitungen betroffenen Gebieten des Kosovo als sehr problematisch.

Serbiens Ministerpräsident Vojislav Kostunica erklärte in Belgrad, seine Regierung werde alles unternehmen, um Gewalt und Terror im Kosovo zu stoppen. Das US-Aussenministerium rief zu einem Ende der Gewalt auf. UNO-Generalsekretär Kofi Annan erklärte in New York, die Unruhen bedrohten die Stabilität des Kosovo und die Sicherheit der gesamten Bevölkerung.

(fest/sda)

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