Mindestens 20 Tote bei Ausschreitungen in Karachi
publiziert: Donnerstag, 30. Apr 2009 / 07:44 Uhr

Karachi - In der pakistanischen Finanzmetropole Karachi sind bei bewaffneten Auseinandersetzungen unter ethnischen Gruppen mindestens 20 Menschen getötet worden. Mehr als 20 weitere Menschen erlitten nach Spitalangaben Schussverletzungen.

In der pakistanischen Finanzmetropole Karachi gab es bewaffnete Auseinandersetzungen unter ethnischen Gruppen.
In der pakistanischen Finanzmetropole Karachi gab es bewaffnete Auseinandersetzungen unter ethnischen Gruppen.
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Ein Minister der südpakistanischen Provinz Sindh vermutete kriminelle Banden hinter den «gezielten Tötungen». Diese versuchten, in Karachi Gewalt unter ethnischen Gruppen zu schüren, sagte er der Nachrichtenagentur AFP.

In jüngster Zeit kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen der Urdu-sprechenden Bewegung MCM, einem Koalitionspartner der Volkspartei von Präsident Asif Ali Zardari, und Paschtunen aus der Grenzprovinz zu Afghanistan. Auf der Suche nach Arbeit haben sich viele Paschtunen in Karachi niedergelassen.

Ein Sprecher des Präsidenten sagte, Zardari werde die Auseinandersetzungen nicht dulden. Das Land könne sich keine Gewalt in Karachi leisten, während es gegen den Vormarsch der Taliban-Rebellen im Norden kämpfen müsse.

Bei ähnlichen Auseinandersetzungen waren bereits im Dezember 24 Menschen getötet und mehr als 200 verletzt worden. Für die Gewalt verantwortlich gemacht wurden damals Aktivisten der MQM und der nationalistischen paschtunischen Awami National Party (ANP). Die Führer beider Parteien wiesen damals die Vorwürfe vehement zurück.

(smw/sda)

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