Mindestens 22 Tote bei Anschlägen und Kämpfen in Nepal
publiziert: Sonntag, 28. Sep 2003 / 14:01 Uhr

Kathmandu - Einen Monat nach dem Ende der Waffenruhe in Nepal sind bei Anschlägen und Kämpfen zwischen maoistischen Rebellen und Regierungstruppen mindestens 22 Menschen getötet worden.

Bei Zusammenstössen in dem Himalaja-Königreich seien 18 Rebellen, ein Soldat und ein Zivilist gestorben, berichteten nepalesische Medien.

Mutmassliche Rebellen hätten einen Regierungsbeamten erschossen. Bei einer Bombenserie in der zentralnepalesischen Stadt Janakpur am Samstag sei eine 95-jährige Frau an einem Schock gestorben.

Zu den Kämpfen und Anschlägen kam es nur wenige Tage vor einem von den Maoisten angekündigten einseitigen Waffenstillstand, der am kommenden Donnerstag beginnen und zehn Tage dauern soll. Anlass ist Dasain, das grösste hinduistische Fest in Nepal. Die Regierung hat auf die Ankündigung noch nicht reagiert.

Ende August hatten die Maoisten das Waffenstillstandsabkommen mit der Regierung aufgekündigt und Friedensgespräche abgebrochen. Bei dem seit 1996 andauernden Bürgerkrieg in Nepal starben bereits mehr als 8000 Menschen.

(rr/sda)

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