Mindestens 24 Tote bei Raffinerie-Unglück in Venezuela
publiziert: Samstag, 25. Aug 2012 / 15:28 Uhr / aktualisiert: Samstag, 25. Aug 2012 / 19:14 Uhr
Die Explosion in der Stadt Amuay im Nordwesten des Landes wurde nach Angaben des Energieministeriums durch ein Gasleck ausgelöst. (Symbolbild)
Die Explosion in der Stadt Amuay im Nordwesten des Landes wurde nach Angaben des Energieministeriums durch ein Gasleck ausgelöst. (Symbolbild)

Caracas - Eine Explosion in der grössten Raffinerie Venezuelas hat am Samstag mindestens 24 Menschen in den Tod gerissen. Mehr als 50 weitere Menschen wurden beim bislang folgenschwersten Unglück in der Ölindustrie des Landes verletzt.

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Auf einem Video war zu sehen, wie Feuerbälle über der Raffinerie Amuay auf der Halbinsel Paraguaná im Westen des Landes aufstiegen. Der Explosion vorausgegangen war ein Gasleck, wie Ölminister Rafael Ramírez erklärte. Dann entzündete sich am frühen Morgen die Gaswolke.

Bei der Explosion wurden auch einige Häuser in der Nähe beschädigt. Mindestens zwei Öltanks in der Raffinerie fingen Feuer, wie Ramírez im staatlichen Fernsehen erklärte. Neun Tanks wurden beschädigt. Über der Anlage standen dunkle Rauchwolken.

Eine der grössten Raffinerien

Unter den Todesopfern war auch ein zehnjähriger Junge, wie die Gouverneurin des Staates Falcón, Stella Lugo, erklärte. Die Feuerwehr habe den Brand inzwischen unter Kontrolle gebracht. Soldaten sicherten nach der Explosion die Raffinerie, die zu den grössten der Welt gehört.

Vizepräsident Elias Jaua sagte nach einem Besuch am Unglücksort, unter den Getöteten seien viele Mitglieder der Nationalgarde, die an der Raffinerie stationiert waren.

Amuay gehört zum Raffinerie-Komplex Paraguaná, zu dem auch die Raffinerie Cardón gehört. Zusammen verarbeiten beide Anlagen täglich rund 900'000 Barrel Rohöl und 200'000 Barrel Benzin (das Fass zu 159 Liter).

Ölminister Ramírez sagte, Venezuela habe ausreichend Vorräte, um Exporte sicherzustellen und die einheimische Nachfrage zu befriedigen.

(li/sda)

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