Mindestens 36 Tote bei Bombenexplosionen in Bagdad
publiziert: Montag, 25. Jan 2010 / 15:25 Uhr / aktualisiert: Montag, 25. Jan 2010 / 16:59 Uhr

Bagdad - Bei einer Serie gezielter Autobomben-Anschläge auf Hotels im Zentrum der irakischen Hauptstadt Bagdad sind mindestens 36 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, wurden zunächst 71 Verletzte gezählt.

Vor drei internationalen Hotels in Bagdad sind nahezu zeitgleich Autobomben explodiert. (Symbolbild)
Vor drei internationalen Hotels in Bagdad sind nahezu zeitgleich Autobomben explodiert. (Symbolbild)
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Die Bomben explodierten vor dem Hotel Palestine-Meridien, dem Babylon-Oberoi und dem Al-Hamra. In diesen Einrichtungen leben und arbeiten zahlreiche Medienvertreter. Augenzeugen sahen Rauchsäulen aufsteigen und hörten die Sirenen von Rettungsfahrzeugen.

Auf Fernsehbildern war zu sehen, dass Bombenschutz-Mauern wie Domino-Steine umgefallen sind. Diese meterhohen Betonmauern schützen zahlreiche Objekte in Bagdad.

Die angegriffenen Hotels befinden sich ausserhalb der Grünen Zone, dem stark gesicherten Bagdader Regierungsviertel. Die Sicherheitslage in der irakischen Hauptstadt galt als prekär, nachdem die irakischen Sicherheitskräfte vor zwei Wochen hunderte Kilogramm Sprengstoff gefunden und 25 mutmassliche Terroristen festgenommen hatten.

Immer wieder Anschläge

Bagdad war schon im vergangenen Jahr wiederholt Schauplatz verheerender Terroranschläge. So starben am 8. Dezember rund 120 Menschen, als Terroristen fünf grosse Bomben neben öffentlichen Gebäuden zündeten.

Im August waren durch eine Bombenserie gegen Regierungsgebäude in Bagdad rund 100 Menschen ums Leben gekommen. Im Oktober starben 153 Iraker, als kurz hintereinander neben dem Justizministerium und dem Gebäude des Provinzrates Bomben explodierten.

Parlamentswahlen

Am 7. März finden im Irak Parlamentswahlen statt. In der vergangenen Woche hatte eine Regierungskommission mehr als 500 Politiker, vor allem Sunniten, wegen angeblicher Verstrickung mit dem Regime des Diktators Saddam Hussein von der Wahl ausgeschlossen.

Beobachter rechnen im Vorfeld des Urnenganges mit verstärkten terroristischen Aktivitäten von fundamentalistischen sunnitischen Gruppen, die Wahlen grundsätzlich ablehnen.

(fest/sda)

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