Mindestens 61 Kinder in Peru erfroren
publiziert: Dienstag, 15. Jul 2003 / 07:25 Uhr

Lima - Nach einem heftigen Wintereinbruch sind in Peru mindestens 61 Kinder erfroren. Die meisten starben in der Hochland-Region Puno, wo die Temperaturen in den letzten Tagen auf bis zu 23 Grad unter Null gefallen waren.

In der Hochlandebene sanken die Temperaturen in den letzten Tagen auf unter minus 23 Grad.
In der Hochlandebene sanken die Temperaturen in den letzten Tagen auf unter minus 23 Grad.
Die Opfer seien erfroren oder an Lungenentzündung und Atemwegserkrankungen gestorben, hiess es. Allein in der Provinz Carabaya seien wegen der Kälte rund 20 Kinder umgekommen, sagte der stellvertretende Provinzpräfekt Alberto Quiñones.

Besonders die zumeist sehr armen Bewohner der Bergregionen litten unter der schlimmsten Kälte in 40 Jahren. Die höher gelegenen Anden-Gebiete seien von dicken Eis- und Schneeschichten bedeckt.

Die Indiofarmer hätten bereits mindestens fünf Prozent ihrer Lama-Bestände, der Alpakas, verloren. Die Regionalbehörden riefen die Regierung in Lima um Hilfe an. Medikamente, Lebensmittel und Decken, aber auch Heizöl sowie Vieh-Futter und Wasser würden dringend benötigt.

Die Frischwasserseen seien zugefroren. Derzeit herrschen die tiefsten in der Region gemessenen Temperaturen seit 1962, als das Thermometer auf unter minus 30 Grad fiel.

(bsk/sda)

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