Mindestens Platz 15
publiziert: Freitag, 24. Feb 2006 / 06:50 Uhr

Im letzten alpinen Frauen-Wettbewerb der Turiner Winterspiele, dem Riesenslalom, ist die Schweiz im Gegensatz zum Slalom wieder mit zwei Fahrerinnen vertreten. Zu den Medaillen-Kandidatinnen zählen Nadia Styger und Fränzi Aufdenblatten heute Freitag aber nicht.

Fritz Züger hofft auf einen versöhnlichen Abschluss im Riesenslalom.
Fritz Züger hofft auf einen versöhnlichen Abschluss im Riesenslalom.
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Je ein 16. Rang, realisiert von der inzwischen verletzten Marlies Oester (im Oktober in Sölden) und Styger (Ende Januar in Cortina) - das sind die besten Schweizer Riesenslalom-Ergebnisse in diesem Winter.

«Nadia und Fränzi zählten in den Speed-Disziplinen zu den Anwärterinnen auf eine Medaille. Dieses Ziel haben beide verpasst. Deshalb wurde es für sie schwierig, die Spannung aufrecht zu erhalten», sagt Gruppen-Trainer Fritz Züger. Aus dem geplanten «Dessert» ist eher eine Pflichtübung geworden.

Noch viel Arbeit

Nadia Styger, in der Olympia-Abfahrt gute Fünfte, war im Super-G als vermeintlich stärkster Schweizer Trumpf gestartet. In Aspen hatte sie den bisher einzigen Saisonsieg für Swiss-Ski errungen, doch im wichtigsten Rennen resultierte nur der 35. Rang, zog sie im Material-Poker eine komplette Niete.

Züger will aber nicht alles auf die Ski abwälzen: «Auf diesem Super-G-Kurs wäre Nadia auch mit dem schnellsten Ski nicht um Gold gefahren. Es hatte für sie zu viele Gleitpassagen. Genau daran müssen wir in Zukunft arbeiten.»

Für den Riesenslalom nennt Züger für seine beiden Fahrerinnen Platz 15 als realistisches Minimalziel. Fränzi Aufdenblatten, die zuletzt in Ofterschwang mit Nummer 55 auf Rang 22 (ihrem besten Saisonergebnis im Riesenslalom) fuhr, kann heute mit einer hohen Zwanziger Nummer antreten, Nadia Styger startet als 400-Punkte-Fahrerin ohnehin nach der ersten Gruppe.

Zügers Tipp: Pärson oder Rienda Contreras

Vor vier Jahren in Salt Lake City hatte die in dieser Woche zurückgetretene Sonja Nef im Riesenslalom als Dritte hinter Janica Kostelic und Anja Pärson die einzige Schweizer Alpin-Medaille gewonnen.

In Sestriere aber machen die Ausländerinnen das Edelmetall unter sich aus. Als Favoritin auf Gold sieht Züger die Schwedin Anja Pärson: «Wie sie sich im Slalom aufgerafft und gewonnen hat, war eindrücklich.

Sie oder die Spanierin Maria José Rienda Contreras, die mit ihrer Leichtigkeit überzeugt und immer so gelassen wirkt, erwarte ich ganz vorne.»

Pärson ganz unbelastet

Rienda Contreras (vom Tessiner Mauro Pini trainiert) und Pärson (mit dem Berner Thomas Stauffer als Cheftrainer) haben in Ofterschwang im letzten Riesenslalom vor Olympia mit der exakt gleichen Zeit einen Ex-aequo-Sieg errungen.

Die Spanierin ist inzwischen im Weltcup als fünffache Gewinnerin die erfolgreichste Fahrerin ihres Landes und möchte nur zu gerne bei Olympia in die Fussstapfen von Francisco und Blanca Fernandez Ochoa treten, die 1972 und 1992 im Slalom Gold beziehungsweise Bronze geholt hatten. Anja Pärson startet als aktuelle Weltmeisterin und kann nach ihrem Slalom-Triumph die Aufgabe ziemlich unbelastet angehen.

Die Österreicherinnen nominierten das gleiche Quartett wie für den Slalom. Nicole Hosp, die Riesenslalom-Siegerin von Cortina, dazu Marlies Schild, Kathrin Zettel und Michaela Kirchgasser starten mit einer besonderen Vorgabe: Im Riesenslalom der Frauen gab es für den ÖSV zwar schon acht Olympia-Medaillen, aber noch gar nie ist eine Österreicherin Riesenslalom-Olympiasiegerin geworden.

(Werner Eisenring, Sestriere/Si)

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