Mindestens elf Tote bei Kämpfen in Kolumbien
publiziert: Samstag, 10. Apr 2004 / 08:50 Uhr

Bogotá - Bei Kämpfen in Kolumbien sind zum Auftakt der Osterfeiertage mindestens elf Menschen getötet worden. Sicherheitskräfte hätten sich Gefechte mit rechten Paramilitärs und linken Rebellen geliefert, teilten die Streitkräfte mit.

Kolumbien ist seit fast 40 Jahren in einem bürgerkriegsähnlichen Zustand.
Kolumbien ist seit fast 40 Jahren in einem bürgerkriegsähnlichen Zustand.
Militär und Polizei befanden sich im Alarmzustand, um Autokarawanen vor allem aus der Hauptstadt Bogotá an die See und in andere Urlaubsgebiete durch unsichere Gebiete zu eskortieren.

Schätzungen zufolge wollten allein aus Bogotá 1,3 Millionen Menschen in etwa 400 000 Fahrzeugen in solchen Konvois in die Osterferien fahren.

Kolumbien leidet seit fast vier Jahrzehnten unter einen bürgerkriegsähnlichen Konflikt, bei dem linke Rebellen den Staat bekämpfen. Für den Terror gegen die Zivilbevölkerung sind aber auch rechtsgerichtete Privatarmeen von Grossgrundbesitzern verantwortlich, die so genannten Paramilitärs. Sie sollen mit der kolumbianischen Armee zusammenarbeiten.

(rr/sda)

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