Mindestens zwölf Verletzte bei schweren Unruhen in Haiti
publiziert: Freitag, 20. Feb 2004 / 23:00 Uhr

Port-au-Prince - Die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Gefolgsleuten des haitianischen Präsidenten Jean Bertrand Aristide und Anhängern der Opposition reissen nicht ab: Bei neuen Zusammenstössen wurden mindestens zwölf Menschen verletzt.

Bertrand Aristide ist umstritten und hat Haiti heruntergewirtschaftet.
Bertrand Aristide ist umstritten und hat Haiti heruntergewirtschaftet.
Eine Gruppe von Aristide-Anhängern schoss bei einer Kundgebung in Port-au-Prince mit Vogelschrot-Munition auf oppositionelle Demonstranten. Unter den Verwundeten waren auch zwei Journalisten. Ein spanischer Kamermann sei am Kopf verletzt worden. Ein haitianischer Radiojournalist wurde von einer Kugel getroffen.

Diplomaten mehrerer Länder legten Aristide einen Plan zur Beilegung der politischen Krise vor. Die Delegation habe dem Präsidenten ihre Vorschläge in einem kurzen Gespräch unterbreitet, teilte ein Sprecher des US-Aussenministeriums in Washington mit.

Im Laufe des Tages wollten sie sich demnach auch mit den Oppositionsführern treffen. Der Plan werde von Deutschland, Frankreich, Kanada, den USA und den Bahamas als Repräsentant der karibischen Staatengemeinschaft Caricom gestützt.

Über den Inhalt des Plans wollte der Aussenamtssprecher nichts Näheres sagen. Die internationale Gemeinschaft führe derzeit intensive und heikle Diskussionen. Oberstes Ziel sei eine friedliche Lösung.

(tr/sda)

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