In 25 Jahren zur Krebsbekämpfung einsetzbar
Mini-U-Boot taucht durch Blutbahnen
publiziert: Freitag, 11. Mrz 2011 / 00:20 Uhr / aktualisiert: Samstag, 12. Mrz 2011 / 03:40 Uhr
Christian Karnutsch von Ars Electronica mit dem Mini-U-Boot.
Christian Karnutsch von Ars Electronica mit dem Mini-U-Boot.

Linz/Karlsruhe - Im Ars Electronica Center in Linz ist derzeit das «Projekt Nautilos» zu sehen. Die Nautilos ist ein Mini-U-Boot, das zur Krebstherapie in die menschliche Blutbahn eingesetzt werden soll. Christian Karnutsch von der Fakultät Elektro- und Informationstechnik an der Hochschule Karlsruhe hat das Mini-U-Boot entwickelt.

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Das Mini-U-Boot Nautilos soll mit optischen Methoden nahezu permanent das Blut seines Trägers untersuchen. Mit einem Laser an Bord soll es Viren oder Krebszellen unschädlich zu machen. «Etliche Elemente für Nautilos, wie etwa Antrieb oder Navigationssystem, stehen uns prinzipiell bereits Dank der Mikrosystemtechnik zur Verfügung», sagt der Forscher.

Krebsbekämpfung vor Ort

Noch ist die Nautilos Zukunftsmusik. Aber: «Die heutigen Voraussetzungen lassen darauf hoffen, dass wir in etwa 20 bis 25 Jahren das erste einsatzfähige Mini-U-Boot zur Krebsbekämpfung in der menschlichen Blutbahn herstellen können.» Erforscht und entwickelt wird Nautilos am neuen Institut für Optofluidik und integrierte Nanophotonik an der Hochschule Karlsruhe.

«Anlässlich des neuen Robolabs stellten wir uns die Frage, wie schaut es künftig mit der Verschmelzung von Natur und Technik aus», erklärt Christopher Ruckerbauer, Pressesprecher des Ars Electronica Center gegenüber pressetext. Bei ihren Recherchen sind die Initiatoren der Ausstellung auf die visionäre Arbeit von Professor Karnutsch gestossen.

Nautilos wird im Bereich «Robotinity» ausgestellt. In diesem Sektor thematisiert das Ars Electonica Center die Annäherung und Verschmelzung von Mensch und Roboter. In der Medizin führten solche Errungenschaften in der Verbindung von Mensch und Computer zu neuer Lebensqualität, sagt Ruckerbauer.

(dyn/pte)

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