Sklavenmädchen
Miss Courage im Sondereinsatz in Nepal
publiziert: Mittwoch, 4. Sep 2013 / 09:00 Uhr
Djoa Strassburg hat sich für ihr Amtsjahr zum Ziel gesetzt, viel Geld für Sklavenmädchen zu sammeln.
Djoa Strassburg hat sich für ihr Amtsjahr zum Ziel gesetzt, viel Geld für Sklavenmädchen zu sammeln.

Nächsten Sonntag, 8. September, fliegt Djoa Strassburg, die amtierende Miss Earth-Schweiz, für das Kinderhilfswerk Plan Schweiz nach Nepal. Ein Spezialauftrag der gehörig Mut verlangt.

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Kamalari-Projekt
Befreiung der Kamalari-Mädchen in Nepal.
www.plan-schweiz.ch/nepal

«Die Anspannung nimmt täglich zu, je näher die Reise rückt», sagt Djoa Strassburg (21). «Aber ich freue mich sehr darauf, denn mit dem Auftrag, in einem Entwicklungsland einen persönlichen Beitrag leisten zu können, erfüllt sich auch ein lange gehegter Wunsch.»

Soziale Themen sind nicht erst seit der Wahl zur Miss Earth Schweiz ein tiefes Anliegen der jungen Frau. Sie waren der Hauptgrund, weshalb sie sich bei der Miss Earth-Schweiz Organisation beworben hat.

«Schönheit für eine gute Sache» heisst das Credo der Miss Earth Wahlen. Viele Themen wie soziale Gerechtigkeit, Klimaveränderung oder Umweltschutz sind damit gemeint, mit denen sich eine Schönheitskönigin nach ihrer Wahl auseinander setzen muss.

Djoa Strassburg hat sich für ihr Amtsjahr zum Ziel gesetzt, möglichst viel Geld für Sklavenmädchen in Nepal, die sogenannten Kamalari, zu sammeln. Vor ihrer eigentlichen Sammelaktion am Sonntag, 13. Oktober im Letzigrund-Stadion Zürich, will sie das Kamalari-Projekt des Kinderhilfswerks Plan International Schweiz vor Ort studieren um dann möglichst kompetent hierzulande informieren zu können.

«Because I am a Girl»

«Kamalari bedeute schwer arbeitende Frau», erklärt sie. «Gemeint sind aber junge Mädchen, welche von ihren Angehörigen aus finanzieller Not an wohlhabendere Familien verkauft werden, für die sie dann Sklavenarbeit leisten müssen». Das Projekt, das sie unterstützen wird, gehört zur Kampagne «Because I am a Girl» mit dem sich das Kinderhilfswerk in 50 Entwicklungsländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas dafür einsetzt, dass Mädchen die gleichen Rechte wie Buben erhalten.

Die im Rahmen der Kampagne durchgeführten Projekte ermöglichen Millionen von Mädchen einen Ausweg aus Armut und Chancenlosigkeit.

Im Vorfeld der Reise hat sich Djoa Strassburg intensiv mit dem Projekt, aber auch mit den Zielen des konfessionell und politisch unabhängigen Kinderhilfswerks und natürlich auch dem vollgepackten Programm der nächsten Woche auseinander gesetzt. Sie hat sich bereits im Mai per Video bei den Projektverantwortlichen und in den Schulen,die sie in Nepal besuchen wird, vorgestellt.

Die Reise in eines der ärmsten Länder der Welt ist nicht ohne Risiken. Begleitet wird sie von erfahrenen Mitarbeitern der Hilfsorganisation.

«Miss Courage»

«Setze dich mit der Realität der Mädchen vor Ort auseinander und verlasse dich auf deinen Instinkt», gibt ihr Andreas Herbst, der Geschäftsführer von Plan International Schweiz, nebst vielen anderen Tipps mit auf den Weg.

Djoa Strassburg wird in einem Blog die Eindrücke ihrer Reise festhalten. Tanja Marcic, die Organisatorin der Miss Earth Wahl Schweiz: «Dass sich unsere Miss auf diese Mission traut, freut uns sehr, für uns ist Djoa schon jetzt Miss Courage.»

 

(li/pd)

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