Missbräuche durch Priester - Prävention bescheiden
publiziert: Freitag, 7. Nov 2008 / 21:56 Uhr

Freiburg - Die vom Bistum Lausanne, Genf und Freiburg im Februar für die Meldung von sexuellem Missbrauch durch Priester eingesetzte Kommission hat eine bescheidene Bilanz gezogen. Das Gremium nahm sich vor allem alter Fälle an.

Die Kommission untersuchte 28 Fälle.
Die Kommission untersuchte 28 Fälle.
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Das sei indessen nicht geringzuschätzen, hiess es vor den Medien. Für ein Opfer sei es schon einmal sehr wichtig, überhaupt anerkannt zu werden, sagte Jacques Meyer, der Vizepräsident der «SOS Prévention» genannten Kommission.

Jene, die erwartet hätten, es kämen hunderte von Fällen ans Tageslicht, könnten den Eindruck erhalten, der Berg habe eine Maus geboren. Die Kommission bestehe aber nicht aus Detektiven, erklärte ihre Präsidentin Françoise Morvant, eine ehemalige Untersuchungsrichterin.

Die Kommission sei eine neue Stelle, bei der sich Opfer aussprechen könnten. Nach neun Monaten habe sie damit das Geplante erreicht. In dem Gremium sitzen ein Psychiater, ein Dominikanermönch, ein Anwalt und zwei ehemalige Untersuchungsrichter.

Fälle meist verjährt

Die fünf Kommissionsmitglieder untersuchten 28 Fälle. Rund zehn davon waren ihnen von Bischof Bernard Genoud überwiesen worden.

Die meisten der von der Kommission behandelten Fälle sind verjährt und die mutmasslichen Täter verstorben. Es ging dabei nicht nur um sexuellen Missbrauch, sondern auch um Misshandlungen und um Verstösse gegen Regeln der Kirche wie etwa fehlende Diskretion.

(ht/sda)

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