Missbrauch: Aargauer Pfarrer freigesprochen
Missbrauch: Aargauer Pfarrer freigesprochen
publiziert: Donnerstag, 17. Jun 2010 / 23:03 Uhr

Zofingen AG - Ein reformierter Aargauer Dorfpfarrer ist vom Vorwurf des mehrfachen sexuellen Missbrauchs seiner Tochter freigesprochen worden. Vor Bezirksgericht Zofingen AG hatte die Anklage eine Freiheitsstrafe von fünfeinhalb Jahren gefordert.

Die Staatanwältin lässt offen, ob sie das Urteil weiterziehen wird.
Die Staatanwältin lässt offen, ob sie das Urteil weiterziehen wird.
1 Meldung im Zusammenhang
«Im Zweifel für den Angeklagten» - mit diesem Grundsatz begründete der Gerichtspräsident das Urteil. Das fünf Mitglieder zählende Gericht fällte das Urteil nicht einstimmig. Es gebe jedoch «zu wenig Indizien» und keine medizinischen Befunde, die auf einen jahrelangen sexuellen Missbrauch hindeuteten, sagte der Präsident.

Damit folgte das Bezirksgericht dem Verteidiger, der für den 48-jährigen Deutschen einen Freispruch verlangt hatte. Die Staatsanwältin, die sich auf die Aussagen der Tochter gestützt hatte, hatte eine Freiheitsstrafe von fünfeinhalb Jahren gefordert.

Zwölf Jahre sexuell missbraucht?

Die Anklage warf dem vom Dienst suspendierten Pfarrer vor, seine mittlerweile 22-jährige Tochter während mehr als zwölf Jahren sexuell missbraucht zu haben. Sie sprach von einem «gravierenden Fall». Die Aussagen der Tochter seien «glaubhaft». Die Staatanwältin lässt offen, ob sie das Urteil weiterziehen wird.

In der Anklageschrift waren alle Details der angeblichen Missbrauchsserie präzis aufgeführt. Die Tochter hatte im März 2008 nach einer Gruppentherapie Strafanzeige gegen ihren Vater eingereicht. Die Tochter war am Prozess während fast einer Stunde befragt worden.

Die nervös wirkende Tochter schilderte viele Einzelheiten der angeblichen Vorfälle. «Es war etwas Komisches», sagte sie. In der Schule galt sie als Hochbegabte. Mittlerweile hat die junge Frau psychische sowie körperliche Probleme und befindet sich in Behandlung.

(li/sda)

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Der Pfarrer muss in den Knast. (Symbolbild)
Nein war ich nicht aber
Ich habe etwas im hintergrund gekratzt. ein Besuch von Thalheim kann sehr Lehrreich sein. Ich empfehle es Ihnen sehr. Es ist eine schöne gegend, nur wenn die Menschen dort auf etwas das das Dorbild in ein schlechtes Licht rückt, angesprochen werden werden sie sehr Schweigsam oder nehmen Partei für den Herrn.
Lapidare Antwort eines Dorfältesten auf das Geschehene, so eine gehört weggesperrt und der Schlüssel weggeworfen........weiterer Komentar überflüssig.
Sein Leben geht weiter, Ihres ist nur Schmerz ohne genugtuung.
Eine EX von mir musste das Selbe durchmachen und ich habe mitgelitten.......bis zu ihrem Freitod. Mag sein das ich Anmassend klinge, aber alles im Leben hat seinen Grund.......Ich werde nicht weiter Diskutieren es ist meine Meinung Anmassend oder nicht.
Schön dass Sie ihr glauben.
Ich nehme an Sie waren beim Prozess zugegen.
Ich würde es mir nie anmassen Anhand dieser Meldung oder anderen Pressmeldungen ein Urteil zu bilden.
Das Thema wiegt schwer für beide Seiten. Falls die Staatsanwaltschaft der Tochter glaubt soll sie das Urteil auf jeden Fall weiterziehen. Der Täter soll bestraft werden.
Für den Pfarrer steht jetzt schon fest, egal ob er es war oder nicht, sein Leben ist runiert.
Das Thema ist sehr emoptional. Bei wohl keinem anderen Thema werden auch Leute so schnell vorverurteilt wie bei diesem (Opfer und Täter). Das zeigt auch der Fall von Kachelmann.
Der sexuelle Missbrauch zerstört das Leben der Opfer. Aber auch eine falsche Beschuldigung mit Anklage und Freispruch zerstört das Leben des "Angeklagten".
Ich bin froh, dass ich nicht Richter bin und distanziere mich von jedem Urteil beider Seiten, ohne die Gerichtsakten zu kennen.
Jaja und wieder mal ein völlig unschuldiges Kirchenmitglied.
Das der Pfarrer von Thalheim vor allem in der älteren Generation nur Fürsprecher hat ist nicht Verwunderlich dort wird lieber Geschwiegen und Vertuscht, das kennen wir ja bereits aus anderen aargauer Gemeinden. Im übrigen hat das Gericht ihn ja nicht einstimmig Freigesprochen, das sollte doch zu Denken geben(Unser schweizer Gesetz schützt bekanntlicherweise nur Täter und nicht die Opfer). Wer den ganzen Namen des Pfarrers will sollte mal ins Archiv der Thalheimer Dorfzeitung gehen, der Herr Klimatheologe hat sich dort verewigt (Archiv 14 Januar 2010).
Ihr könnt Denken was Ihr wollt, ICH glaube Ihr und spreche Ihr mein Mitgefühl aus.
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