Mit 300 Stundenkilometern an die Côte d'Azur
publiziert: Montag, 20. Nov 2000 / 07:30 Uhr

Bern - Reisen mit der Bahn nach Frankreich werden immer komfortabler, die Ferienziele rücken zeitlich immer näher: So benötigt der TGV Genf-Nizza ab dem Fahrplanwechsel 2001 fast zwei Stunden weniger als heute.

Die grossen Fortschritte im Verkehr zwischen der Schweiz und Frankreich werden dank einer TGV-Neubaustrecke im Rhonetal bei Avignon möglich. In den TGV Méditerranée werden total 24,2 Mia Francs investiert.

Wie zwei Seile ziehen sich zwei stark ansteigende Gleisstränge in der Region Avignon über die breite Rhone. Schon über dem Wasser streben sie auseinander. Während ein Geleisepaar nach Lyon-Paris führt, weist das andere Richtung Nîmes-Barcelona. Gebaut sind die eleganten Viadukte aus weissem Beton.

«Wir haben frühzeitig mit der Anwohnerschaft das Gespräch gesucht und sehr viel Rücksicht auf die optimale Einbettung der Neubaustrecke in die Landschaft genommen», versichert Sylvie Duchemin, zuständige Mediensprecherin bei der SNCF. Um die Wunden in der Landschaft möglichst rasch zu heilen, seien eine Million Bäume gepflanzt worden.

Westlich davon ist der Rohbau des neuen, ausserhalb von Avignon angelegten TGV-Bahnhofes vollendet. Die in der Form eines Fischrumpfes gestaltete, futuristisch wirkende Gebäudeform soll dem Mistral eine möglichst geringe Angriffsfläche bieten. Hier wird ab dem Fahrplanwechsel vom 10. Juni 2001 der TGV Richtung Marseille- Nizza nach einer rund dreistündigen Fahrt ab Genf einen Zwischenhalt einschalten.

«Leider kann weder der bisherige Frühzug im Sommer noch der Nachtzug weitergeführt werden», erklärt Vincent Ducrot, Leiter Fernverkehr bei den SBB. Nachtzüge auf diesen mittleren Distanzen hätten immer weniger Chancen. Zudem seien die Trassen auf der Hauptachse Paris-Marseille von Anfang an so stark belegt, dass die verkehrsschwächere Strecke ab Genf in den Süden zweite Priorität habe.

Indessen versuchen die SBB in enger Zusammenarbeit mit der SNCF, eine zweite tägliche TGV-Verbindung Genf-Avignon-Nizza zu realisieren. Dasselbe gilt auch für den ab 2001 um 30 Minuten beschleunigten TGV nach Montpellier mit Anschluss nach Barcelona.

Um die vorübergehende Lücke zu überbrücken, sollen mit zusätzlichen Schnellzügen Genf-Lyon einige attraktive Umsteigeverbindungen in den Süden Frankreichs geschaffen werden. «Wir prüfen sogar einen Zug Bern-Lyon», lässt sich Ducrot in die Karten blicken.

Mit schweizerischen Geldern wird in den nächsten Jahren die Strecke Bellegarde-Mâcon TGV-tauglich ausgebaut. Es handelt sich um einen Anteil von 400 Mio Franken aus dem Rahmenkredit für den öffentlichen Verkehr (FinöV). Damit wird die Strecke Genf-Paris verkürzt. Ab 2006 brausen die TGV in knapp drei Stunden Fahrzeit zwischen Rhone und Seine hin und her, fast 40 Minuten weniger als heute. Auch die Zahl der Zugspaare wird um 3 auf 10 TGV pro Tag aufgestockt.

(sda)

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