Mit Atomwaffen gegen den Iran?
publiziert: Sonntag, 9. Apr 2006 / 17:36 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 11. Apr 2006 / 20:23 Uhr

Washington - Die US-Regierung prüft offenbar intensiv alle Kriegsoptionen gegen den Iran. Das geht aus US-Medienberichten vom Wochenende hervor.

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Auch der Einsatz von Atomwaffen wird erwogen.

Kurzfristig sei ein US-Angriff auf den Iran unwahrscheinlich, schreibt die «Washington Post» unter Berufung auf Regierungskreise und Experten. Es gebe viele Zweifel, ob Militärschläge überhaupt sehr effektiv wären, da sie das iranische Atomprogramm wohl nur verzögern könnten.

Den USA drohten aber dann weltweit eine neue Welle öffentlicher Ablehnung, vor allem in der islamischen Welt, berichtet das Blatt weiter. Die Angriffsüberlegungen dienten allerdings auch dazu, Teheran den Ernst der Lage deutlich zu machen, zitierte die Zeitung hohe Beamte.

«Die grösste Herausforderung»

Die USA wollen, wie der Westen, eine nukleare Aufrüstung des Irans verhindern. Der Nationale US-Sicherheitsrat stufe den Iran als «die grösste Herausforderung» für die USA weltweit ein, so die Zeitung.

Der angesehene Autor Seymour Hersh berichtete im «New Yorker» über US-Planungen, die auch einen Atomangriff auf den unterirdischen Uran- Anreicherungsbetrieb in Natans erwögen. Präsident George W. Bush hoffe, dass ein nachhaltiges Bombardement die religiöse Führung des Iran demütigen und einen Volksaufstand provozieren würde.

«Ich war schockiert und habe mich gefragt: Was haben die geraucht?» wird ein namentlich nicht genannter Ex-Pentagon-Experte zitiert.

Regimewechsel angestrebt

«Es ist eine wachsende Überzeugung der US-Militärs..., dass es Bush in der atomaren Auseinandersetzung mit dem Iran letztendlich um einen Regimewechsel geht», heisst es in den vorab veröffentlichten Auszügen des Beitrags.

Bush habe im Geheimen bereits Gespräche mit wichtigen US- Abgeordneten und Senatoren - unter ihnen mindestens ein Demokrat - über die Iran-Pläne geführt. Im Weissen Haus werde der iranische Präsident, Mahmud Ahmadinedschad als ein potenzieller Adolf Hitler angesehen, schreibt der Autor.

(bert/sda)

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